Vom einstigen Hoffnungsträger bei Eintracht Frankfurt hat sich Andreas Möller inzwischen zum Problemfall entwickelt.

Möllers Stern bei der Eintracht sinkt

28. Oktober 2003, 11:11 Uhr

Vom einstigen Hoffnungsträger bei Eintracht Frankfurt hat sich Andreas Möller inzwischen zum Problemfall entwickelt. "Er hatte zahlreiche Ballverluste", kommentierte Coach Willi Reimann zuletzt ungewohnt kritisch.

Nach nur sechs Spielen im Trikot der Frankfurter Eintracht scheint Andreas Möller bei den Hessen langsam aber sich zum Problemfall zu werden. Trainer Willi Reimann wechselte den einzigen Star in der Frankfurter Mannschaft am vergangenen Samstag nach einer desolaten Leistung beim 2:0-Heimerfolg gegen den 1. FC Köln bereits nach 55 Minuten aus und mit der Hereinnahme des österreichischen Bankdrückers Stefan Lexa den Sieg ein.

Pause im Pokal?

Beim Pokalspiel gegen den Zweitligisten MSV Duisburg am Mittwoch (19.00 Uhr) wird Reimann seinem Regisseur aufgrund der Rückkehr des zuletzt gesperrten Ervin Skela wohl eine schöpferische Pause gönnen. "Er hatte zahlreiche Ballverluste im Mittelfeld. Lexa hat viel Druck über die Flügel gemacht und seine Chance genutzt", sagte Reimann.

Der Eintracht-Coach läuft derzeit Gefahr, mannschaftsintern an Glaubwürdigkeit zu verlieren, falls er den 36-Jährigen weiter von Beginn an aufbietet. Schließlich hatte Reimann bei der umstrittenen Verpflichtung Möllers deutlich gemacht, dass er "kein Problem" damit habe, den verdienten Welt- und Europameister bei mangelnder Leistung auf die Bank zu setzen. "Ösi" Lexa und auch Mehmet Dragusha erwarten deshalb aufgrund ihrer starken Auftritte die gleiche Unterstützung, wie sie zuletzt Möller erfahren hatte.

Händedruck verweigert

Möller selbst war indes frustriert über die erneute frühe Auswechslung und verweigerte seinem Trainer beim Verlassen des Platzes zunächst den obligatorischen Händedruck - und ließ seinen Chef mit ausgestreckter Hand einfach stehen.

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