Amoroso will den BVB mal wieder verlassen

04. Juni 2003, 13:00 Uhr

Marcio Amoroso will Borussia Dortmund zum wiederholten Mal den Rücken kehren. Der Brasilianer fühlt sich von Trainer Matthias Sammer, der ihn in der abgelaufenen Saison nur einmal 90 Minuten spielen ließ, benachteiligt.

Das Verhältnis zwischen Marcio Amoroso von Borussia Dortmund und seinem Trainer Matthias Sammer ist einmal mehr zerrüttet. Während der ehemalige Torschützenkönig der Bundesliga nach seiner Degradierung zum Kurzarbeiter laut über seinen Abschied aus Dortmund nachdenkt, fordert Sammer von seinem Torjäger außer Dienst mehr Demut gegenüber seinem Arbeitgeber.

"Er sollte sich demütiger zeigen"

"Er ist mit dem BVB Meister geworden, mit keinem anderen Verein zuvor. Diesen Titel und den persönlichen des Torschützenkönigs hat er mit uns geschafft. Daran muss er sich erinnern. Er sollte sich ein bisschen demütiger gegenüber dem Klub zeigen", sagte Sammer in einem Interview mit der Tageszeitung Die Welt.

Amorosos Äußerungen in einem Gespräch mit der Sport-Bild dagegen zeigen wenig Bereitschaft, seine Ansprüche an sich und den Verein herunterzuschrauben. "Ich bin sehr enttäuscht von Matthias Sammer. So wie er mich in der Rückrunde behandelt hat, fühle ich mich in meiner Ehre verletzt´, sagte der Brasilianer, der in der Dortmunder Meister-Saison 2001/02 mit 18 Toren Torschützenkönig war. In der Spielzeit 2002/03 ließ ihn Sammer nur einmal über 90 Minuten spielen, wechselte ihn 13-mal ein und elfmal aus. Dabei erzielte der 28-Jährige sechs Tore.

"Werde mir meine Karriere nicht kaputtmachen lassen"

Als Konsequenz will der Angreifer den BVB verlassen. "Ich liebe die Borussia und ihre unglaublich tollen Fans. Trotzdem will ich unbedingt weg. Wenn ich dauerhaft zum Kader unserer Nationalmannschaft gehören möchte, muss ich auch im Verein regelmäßig spielen. Ich werde mir in Dortmund meine Karriere nicht kaputtmachen lassen", sagte er. Seinen Berater habe er deshalb mit der Suche nach einem neuen Klub beauftragt.

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