Bobic von Hannover 96 zu Hertha BSC Berlin

tok
20. Mai 2003, 14:21 Uhr

Hertha BSC Berlin hat sich einen dicken Fisch geangelt: Nationalspieler Fredi Bobic wird in der kommenden Saison für die Berliner auf Torejagd gehen und somit Hannover 96 verlassen.

Paukenschlag in der Bundesliga: Nationalspieler Fredi Bobic wechselt zur kommenden Saison vom Bundesligisten Hannover 96 zum Liga-Konkurrenten Hertha BSC Berlin. "Ich werde bei Hertha BSC einen Zweijahresvertrag mit einer zusätzlichen Option auf ein weiteres Vertragsjahr unterschreiben", verkündete Bobic auf seiner Homepage: "Das Angebot aus Berlin, das Konzept von Manager Dieter Hoeneß und Trainer Huub Stevens hat mich sehr beeindruckt."

Maßgeblichen Anteil am Klassenerhalt

Der 31 Jahre alte Stürmer war erst während der Saison vom entthronten deutschen Meister Borussia Dortmund nach Hannover gewechselt. Für die Niedersachsen, die sich am Samstag durch ein 2:2 gegen Borussia Mönchengladbach den Klassenerhalt gesichert hatten, erzielte er in der laufenden Saison bei 27 Einsätzen bereits 14 Treffer. Zudem kam der Torjäger zu einem Comeback in der Nationalelf, in der er in seinen ersten beiden Spielen nach fast fünf Jahren Abstinenz gegen die Niederlande (1:2) und in Spanien (1:3) jeweils mit dem einzigen deutschen Treffer aufwartete.

Hoeneß bestätigte am Montag auf der ordentlichen Mitgliederversammlung in Berlin, dass Bobic auch kommen werde, falls die Hertha am letzten Bundesliga-Spieltag am Samstag gegen den 1. FC Kaiserslautern die Qualifikation für den Uefa-Cup verpasse. "Mit Artur Wichniarek aus Bielefeld und Bobic haben wir insgesamt 26 Saisontore für die kommende Saison eingekauft. Ich bin mir sicher, dass wir damit die mangelnde Chancenauswertung ablegen werden", meinte der Hertha-Manager.

Zeit in Hannover "verdammt schön"

Die Zeit in Hannover "war eine verdammt schöne, die ich im Rückblick auch nie werde missen wollen", meinte Bobic: "Ich habe mir die Entscheidung wahrlich nicht leicht gemacht, weil ich sehr wohl weiß, was ich Hannover, den Fans, den Kollegen, der sportlichen Leitung und der Vereinsführung zu verdanken habe. Ich denke aber, das Vertrauen vollauf zurückgezahlt zu haben, so dass beide Seiten nun sagen können, dass die Rechnung aufgegangen ist."

In der Bundesliga war der 21-malige Nationalspieler, an dem auch sein Ex-Klub VfB Stuttgart und 1860 München Interesse zeigten, bisher genau 100 Mal erfolgreich.

Autor: tok

Kommentieren