Ausgerechnet Dimitar Berbatow hat Bayer Leverkusen noch tiefer in die Krise gestürzt und dem Werksklub in der UEFA-Pokal-Gruppenphase einen schweren Schlag im Kampf um den Einzug in die Zwischenrunde versetzt.

0:1 gegen Tottenham! Berbatow versetzt Bayer schweren Schlag

23. November 2006, 22:31 Uhr

Ausgerechnet Dimitar Berbatow hat Bayer Leverkusen noch tiefer in die Krise gestürzt und dem Werksklub in der UEFA-Pokal-Gruppenphase einen schweren Schlag im Kampf um den Einzug in die Zwischenrunde versetzt.

Ausgerechnet Dimitar Berbatow hat Bayer Leverkusen noch tiefer in die Krise gestürzt und dem Werksklub in der UEFA-Pokal-Gruppenphase einen schweren Schlag im Kampf um den Einzug in die Zwischenrunde versetzt. Der bulgarische Nationalspieler erzielte bei der 0:1 (0:1)-Heimpleite der Rheinländer am dritten Spieltag der Gruppe B gegen den englischen Premier-League-Klub Tottenham Hotpsur fünf Monate nach seinem Abschied aus Leverkusen den Siegtreffer (35.) für die Gäste. Damit muss die Elf von Bayer-Trainer Michael Skibbe mit nur einem Punkt aus zwei Spielen um den Sprung in die Runde der besten 32 bangen, während die Spurs mit der Optimal-Ausbeute von neun Zählern aus drei Partien vorzeitig in die nächte Runde einzogen. Berbatow, der für 15,7 Millionen Euro von Leverkusen nach London gewechselt war, war in der entscheidenden Szene zur Stelle, als er nach einer feinen Kombination über Robbie Keane und Aaron Lennon traf.
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Die Leverkusener, die nur zwei ihrer letzten zehn Pflichtspiele gewinnen konnten, stehen nunmehr in ihrem dritten Gruppenspiel bei Dinamo Bukarest am Mittwoch (29. November) bereits schwer unter Druck. Bei einer weiteren Niederlage könnte das Überwintern im internationalen Wettbewerb möglicherweise schon ad acta gelegt werden. In ihrem 117. Europapokal-Spiel lieferten die Leverkusener eine enttäuschende Vorstellung ab. Ohne Leidenschaft, ohne Ideen und über weite Strecken auch ohne Konzept agierte die Elf von Trainer Michael Skibbe und erspielte sich kaum nennenswerte Torchancen. In der ersten Hälfte kam Bayer nicht einmal gefährlich vor das Tor und musste sich dementsprechend zur Pause ein Pfeifkonzert der 22.500 Zuschauer in der ausverkauften BayArena anhören. Anders dagegen der zweimalige UEFA-Pokal-Sieger aus London. Die Spurs machten die Räume geschickt eng und sorgten durch ihre gefährlichen Offensiv-Spieler immer wieder für Gefahr vor Leverkusens Tor.

Dabei stand im ersten Durchgang vor allem Berbatow im Mittelpunkt. Bereits vor seinem Treffer hatte der Angreifer zwei gute Möglichkeiten (22. und 33.). Mit Beginn der zweiten Halbzeit brachte Skibbe durch Paul Freier etwas frischen Wind ins Leverkusener Spiel. Der Rechtsaußen war es auch, der sich gleich die erste Torchance erarbeitete, doch sein Schuss wurde von Englands Nationalkeeper Paul Robinson abgewehrt. Vier Minuten später war es erneut Freier, der für den Ukrainer Andrej Woronin blendend auflegte. Doch erneut war Robinson zur Stelle. Tottenham entwickelte derweil durch Konter immer wieder Gefahr.

So hatten erneut Berbatow (58.), der im zweiten Durchgang sogar von den Leverkusener Fans gefeiert wurde, sowie Keane (65.) das 2:0 auf dem Fuß. Die beste Leverkusener Möglichkeit im zweiten Durchgang hatte unterdessen Nationalspieler Bernd Schneider, der mit einem 28-Meter-Schuss nur den Pfosten traf. Auf Seiten der Gastgeber, deren Anhänger in der Schlussphase in Sprechchören lautstark die Entlassungen von Skibbe und auch Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser forderten, erreichten allenfalls der eingewechselte Freier und Kapitän Carsten Ramelow Normalform.

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