Das rassistische Gebrüll einiger Stadionbesucher dürfte Fußball-Zweitligist Hansa Rostock teuer zu stehen kommen.

Rassismus: Hansa Rostock droht eine Geldstrafe

11. September 2006, 11:56 Uhr

Das rassistische Gebrüll einiger Stadionbesucher dürfte Fußball-Zweitligist Hansa Rostock teuer zu stehen kommen.

Das rassistische Gebrüll einiger Stadionbesucher dürfte Fußball-Zweitligist Hansa Rostock teuer zu stehen kommen. Dem Klub droht mindestens eine Geldstrafe, nachdem Hansa-Anhänger beim Pokalspiel der Zweitvertretung gegen Schalke 04 (1:9) am vergangenen Samstag Nationalspieler Gerald Asamoah mit Affengeräuschen beleidigt hatten. Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) ermittelt. Schiedsrichter Matthias Anklam hatte nach der Partie einen Sonderbericht über die Vorfälle angelegt. Asamoah wurde vom DFB um eine Stellungnahme gebeten.

Erst danach wird entschieden, ob auch Hansa Rostock noch einmal gehört werden soll. Beim Kantersieg der Königsblauen im Ostseestadion, wo die deutsche Nationalmannschaft am 7. Oktober gegen Georgien spielt, hatte Mitte der ersten Halbzeit das Gebrüll aus dem Hansa-Block begonnen. Schalkes Trainer Mirko Slomka hatte seinem Angreifer in der Halbzeit angeboten, in der Kabine bleiben zu können. Asamoah lehnte ab, spielte weiter und war insgesamt an sieben Toren beteiligt. Nach der Pause hatte das Gebrüll komplett aufgehört. Erst einen Tag vor dem Spiel hatte der DFB im Rahmen seines Bundestages einen Anti-Rassismus-Paragrafen in seine Satzung aufgenommen und damit einer Vorgabe des Weltverbandes FIFA entsprochen.

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