Die gute Nachricht kam im April. Denn beim

Solingen: Prostkas „spezielle“ Beach Soccer-Partie

Zeichen stehen auf Verlängerung

cb
22. Mai 2008, 15:19 Uhr

Die gute Nachricht kam im April. Denn beim "Beach Soccer Charity Kick" musste für Diego und seine brasilianischen Mitspieler natürlich ein Gegner her. Die Wahl fiel auf die deutsche Beach Soccer Nationalmannschaft. Und dort im Tor: Solingens Dennis Prostka. Am Montag ging die Partie im Essener Seaside über die Bühne.

Und nach zwischenzeitlicher Führung hieß es am Ende 4:2 für die Stars, neben Diego waren unter anderem Rafinha, Dedé oder Bremens Naldo mit von der Partie.

Aber das Resultat stand für Prostka absolut an zweiter Stelle: „Das war noch spezieller als die WM-Qualifikation. Gegen Hochkaräter wie Diego oder Naldo zu spielen, das ist schon eine besondere Sache. Nicht umsonst nehme ich diese Events raus. So kann man international etwas beweisen.“

Am Montag stand aber nur der Spaß im Vordergrund. Prostka: „Und der gute Zweck.“ Immerhin kam eine Summe von 6000 Euro zusammen. Die geht direkt an das von Diego betreute Hilfsprojekt GOL AMIGO in Brasilien. Schöner Nebeneffekt für den 27-jährigen Schlussmann und sein Team: „Man kann an solchen Tagen auch die Sportart Beach Soccer promoten und besser darstellen. Denn es geht stückweit in die richtige Richtung. Aber noch haben wir nicht die Struktur, die wir uns vorstellen. Da auch ein wenig die Rückendeckung vom DFB fehlt. Daher wird es noch ein langer Weg, um die führenden Nationen wie Portugal, Spanien oder Frankreich einzuholen.“

Was man auch an der WM-Quali sah. Aus Europa schaffen es nur vier von 32 Teams zur WM. Für Deutschland kam das Aus nach Gruppen-Siegen über Rumänien (8:3), Weißrussland (3:1) und einer Niederlage gegen Spanien im Achtelfinale. Hier gab es nach Verlängerung gegen Griechenland eine 3:4-Pleite. Daher kam das Match gegen Diego und Co. genau richtig, um die Laune oben zu halten: „Wir hatten gutes Wetter, das war entscheidend. Es kamen viele Leute und daher war das rundum eine gelungene Sache.“

Abseits der Strand-Zockerei hat Prostka aber auch noch ein Vereinsleben bei der Union. Und da scheint das Pendel wie beim großen Rest des Teams auf Verlängerung zu stehen. Der Torwart mit Blick auf die nahe Solinger Zukunft: „Wir haben schon früh die Qualifikation geschafft. Jetzt können wir in Ruhe die kommende Spielzeit einläuten. Es wird aber ein hartes Stück Arbeit. Die Liga wird aufgestockt und wir haben Hochkaräter wie den KFC Uerdingen oder Speldorf in der Liga. Daher geben wir auch noch keine Ziele aus. Wir müssen erst abwarten, wie unser Kader am Ende aufgestellt ist.“

Autor: cb

Mehr zum Thema

Rubriken

Kommentieren