Gegen Stürmer-Star Adriano hatte Werder Bremen keine Chance. Durch zwei Tore des Brasilianers verloren die Hansestädter ihr Champions-League-Match bei Inter Mailand mit 0:2.

Adriano erledigt Werder im Alleingang

14. September 2004, 23:02 Uhr

Gegen Stürmer-Star Adriano hatte Werder Bremen keine Chance. Durch zwei Tore des Brasilianers verloren die Hansestädter ihr Champions-League-Match bei Inter Mailand mit 0:2.

Der deutsche Fußball-Meister Werder Bremen hat sich nach mehr als zehn Jahren Pause mit einer Niederlage in der Champions League zurückgemeldet. 85 Minuten lang in Unterzahl spielend verlor der deutsche Pokalsieger sein erstes Gruppenspiel mit 0:2 (0:1) bei Inter Mailand und steht bereits nach dem Auftakt der "Königsklasse" in den weiteren Partien unter Erfolgsdruck. Matchwinner war Adriano: Zunächst erzielte der brasilianische Nationalstürmer per Foulelfmeter die Führung (34.), dann traf er auch noch zum 2:0-Endstand (89.).

Ismael sieht nach Notbremse die Rote Karte

Vor 30.000 Zuschauern im nicht einmal zur Hälfte gefüllten Giuseppe-Meazza-Stadion war die Niederlage der Hanseaten allerdings schon nach fünf Minuten praktisch besiegelt. Verteidiger Valerien Ismael sah nach einer Notbremse gegen Adriano zu Recht die Rote Karte, der Bundesliga-Sechste konnte sich bei Torhüter Andreas Reinke bedanken, dass der anschließende Strafstoß von Christian Vieri nicht zum Erfolg führte. Der Bremer Keeper wehrte den unplatzierten Schuss des Nationalspielers ab.

Baumann verletzt

Gut eine halbe Stunde schnürte der zweimalige Weltpokalsieger die Norddeutschen ein, und als sich gerade ein wenig grün-weißes Gegenspiel entwickelte, verlegte Schiedsrichter Lubos Michel aus der Slowakei ein Foul von Kapitän Frank Baumann gegen Adriano in den Bremer Strafraum. Den anschließenden Elfmeter verwandelte der Südamerikaner. Baumann verletzte sich bei dieser Aktion und musste durch den Schweizer Nationalspieler Ludovic Magnin ersetzt werden.

"Wir wollen in der Champions League nicht nur guten Tag sagen", hatte Bremens Trainer Thomas Schaaf vor der Partie erklärt und nach dem Seitenwechsel konnten seine Schützlinge dieses Vorhaben auch in Unterzahl teilweise sogar umsetzen.

Klose nur Ersatz

Wie erwartet hatte Schaaf auf die zuletzt enttäuschenden Leistungen von Miroslav Klose in den verlorenen Bundesligaspielen gegen Wolfsburg und in Mönchengladbach reagiert und den Nationalstürmer durch Nelson Valdez ersetzt. Der Mann aus Paraguay zeigte gute Ansätze, war aber auch ein Opfer des frühen Platzverweises seines Teamklollengen Ismael und kam somit nicht recht zum Zuge.

Neun Minuten vor dem Abpfiff wurde er dann für Klose vom Feld genommen. Immerhin erzielte der Südamerikaner mehr Wirkung als sein Sturmpartner Ivan Klasnic, der in der 61. Minute Griechenlands Held Angelos Charisteas Platz machen musste.

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