Die Wogen schlugen hoch bei der Informations-Veranstaltung des Verbandes in Duisburg. Viele Vereine fühlen sich angesichts der zu beachtenden Richtlinien und anstehenden Veränderungen überfordert, das Thema Kostenfaktor scheint jegliche Vorfreude auf das neue

NRW-Liga: Heinz Keppmann zeigt Verständnis für Sorgen

"Verband wird den Vereinen helfen"

tt
27. Februar 2008, 09:24 Uhr

Die Wogen schlugen hoch bei der Informations-Veranstaltung des Verbandes in Duisburg. Viele Vereine fühlen sich angesichts der zu beachtenden Richtlinien und anstehenden Veränderungen überfordert, das Thema Kostenfaktor scheint jegliche Vorfreude auf das neue "Produkt NRW-Liga" zunichte zu machen.

Heinz Keppmann, Vorsitzender des Liga-Ausschusses im FLVW, der sich um den technisch-organisatorischen Bereich der künftigen Klasse mitkümmerte, warnt jedoch vor Pauschal-Urteilen. "Einige Vereins-Vertreter sind zunächst Mal gegen alles, das ist allerdings nicht ungewöhnlich, sondern so etwas gab schon immer. An der Entscheidung, dass die NRW-Liga ab Sommer beginnt, gibt es nichts mehr zu rütteln. Wir müssen jetzt versuchen, in ein Boot zu kommen."

Keppmann räumt ein: "Wir konnten bei der Veranstaltung gar nicht alle Fragen beantworten. Es kam das Gefühl auf, dass die Vereine Angst vor den Inhalten eines Zulassungs-Verfahrens haben. Es gibt gewisse Bestimmungen, denen man sich nun Mal unterwerfen muss. Ich habe durchaus großes Verständnis für die Verunsicherung der Clubs, wir müssen jetzt einen Weg finden, um Schaden abzuwenden."

Keppmann befürwortet ein erneutes Treffen: "Es gibt sicherlich Erklärungs-Bedarf. Mit den interessierten Vereinen müssen wir uns noch Mal zusammensetzen." Das drohende Szenario, das sportliche Qualifikanten aufgrund nicht zu stemmender Finanz-Investitionen möglicherweise abspringen, erkennt Keppmann durchaus: "Wenn jemand die NRW-Liga nicht stemmen kann, dann muss man das verstehen und akzeptieren."

Den Punkt, der vorsieht, dass ein Verein nicht gleichzeitig von einem Präsidenten, der auch als Hauptsponsor aktiv ist, gelenkt werden darf, bewertet Keppmann als "heikel". Seine Einschätzung: "Nehmen wir das Beispiel Abramowitsch bei Chelsea: Die Uefa würde es nie zulassen, dass er als General Manager und Sponsor operiert, dann wäre der Club fremdbestimmt."

Im NRW-Liga-Fall wären Dattenfeld, Gütersloh, Schermbeck und TuRu Düsseldorf betroffen - Keppmann: "Der Verband wird in diesen Fällen helfen und sagen, welche Lösung erforderlich ist, um die Dinge erträglich zu gestalten."

Autor: tt

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