Trainer Winfried Schäfer traut seinem Ex-Klub Karlsruher SC vor dem Baden-Württemberg-Derby am Samstag beim VfB Stuttgart  sogar den Sprung in den Fußball-UEFA-Cup zu und prophezeit dem deutschen Meister aus Schwaben weiterhin schwere Zeiten.

Schäfer traut KSC UEFA-Cup-Einzug zu

Kritik an VfB-Profis

20. Februar 2008, 16:22 Uhr

Trainer Winfried Schäfer traut seinem Ex-Klub Karlsruher SC vor dem Baden-Württemberg-Derby am Samstag beim VfB Stuttgart sogar den Sprung in den Fußball-UEFA-Cup zu und prophezeit dem deutschen Meister aus Schwaben weiterhin schwere Zeiten. "Ich bin davon überzeugt, dass die Mannschaft das Zeug dazu hat, am Ende im oberen Tabellendrittel zu stehen. Das traue ich der Mannschaft durchaus zu", erklärte Schäfer in der Sport Bild auf die Frage, ob der Karlsruher SC erstmals seit 15 Jahren wieder den UEFA-Cup erreichen könne. Als Grund für die Krise des Tabellenzehnten aus Stuttgart, der bislang aus 20 Spielen nur 28 Punkte holte, nennt Schäfer die "völlige Überforderung" mit der Situation als deutscher Meister. "Die Jungs spielen in dieser Saison larifari. Die müssen endlich vom Rathausbalkon runterkommen."

Die vermeintlich fehlende Hierarchie im VfB-Kader und der bislang erfolglose Umgang mit dem Druck lassen Schäfer an einer schnellen Wende zweifeln. Auch in Trainer Armin Veh setzt der 58-Jährige offensichtlich kaum Hoffnungen. Schäfer: `Veh ist jetzt in einer für ihn neuen Situation gefordert. Das ist ganz schwierig für ihn. Er hat schon so viel probiert und weiß gar nicht mehr, was er noch machen soll."

Dagegen hat Schäfer, der in den Vereinigten Arabischen
Emiraten derzeit Al Ain trainiert, für KSC-Coach Edmund Becker fast nur lobende Worte parat. `Ede Becker ist genau der richtige
Trainer. Er kommt aus dem Verein und kennt die Strukturen genau. Beckers Situation ist in etwa vergleichbar mit der von Thomas Schaaf in Bremen. Das sind Typen, die einfach zu ihrem Klub passen und wonanders vermutlich nie Erfolg hätten", sagte Schäfer, der den Karlsruher SC zwischen 1986 und 1998 knapp zwölf Jahre coachte. Sein folgendes Engagement beim VfB Stuttgart war dagegen schon nach fünf Monaten beendet.

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