Der VfB Stuttgart hat weiter an seinem Image des  schlechtesten deutschen Meisters aller Zeiten in der  Champions League gearbeitet und ist nach der vierten Pleite in  Folge ausgeschieden. Die Schwaben unterlagen 2:4 (1:3) beim  sechsmaligen französischen Titelträger Olympique Lyon und können  damit noch nicht einmal mehr den für die UEFA-Cup-Teilnahme  benötigten dritten Platz in der Gruppe E erreichen.

Stuttgart auf internationalem Parkett gescheitert

Doppelpack von Gomez reicht nicht

sid
07. November 2007, 22:42 Uhr

Der VfB Stuttgart hat weiter an seinem Image des schlechtesten deutschen Meisters aller Zeiten in der Champions League gearbeitet und ist nach der vierten Pleite in Folge ausgeschieden. Die Schwaben unterlagen 2:4 (1:3) beim sechsmaligen französischen Titelträger Olympique Lyon und können damit noch nicht einmal mehr den für die UEFA-Cup-Teilnahme benötigten dritten Platz in der Gruppe E erreichen.

Der französische Nationalspieler Hatem Ben Arfa (6. und 37.), der Schwede Kim Källström (15.) und der Brasilianer Juninho (90.) erzielten die Treffer für die Franzosen. Beim VfB war Nationalstürmer Mario Gomez zweimal (16. und 56.) erfolgreich. Ein weiteres Tor für die Stuttgarter hatte Thomas Hitzlsperger auf dem Fuß, doch der Nationalspieler scheiterte mit seinem Foulelfmeter an Lyons Torwart Remy Vercoutre (60.).

Vor 38.215 Zuschauern im Stade de Gerland waren die Schwaben, die im Anschluss an die 0:2-Hinspielniederlage vor zwei Wochen drei Pflichtspielsiege in Folge feiern konnten, in den ersten Minuten auf eine solide Defensive bedacht. Diese Taktik konnte der VfB allerdings bereits nach wenigen Minuten zu den Akten legen. Nach einem schnell vorgetragenen Angriff der Gastgeber ließ Ben Arfa mit einem von Andreas Beck abgefälschten Schuss VfB-Torwart Raphael Schäfer keine Chance.

Auch nach dem Rückstand sah die Mannschaft von Trainer Armin Veh, der auf die Verletzten Roberto Hilbert, Arthur Boka sowie Antonio da Silva verzichten musste und den zuletzt formschwachen brasilianischen Angreifer Ewerthon aus dem Kader gestrichen hatte, bei schnellen Vorstößen der Gastgeber meist schlecht aus. Der zweite Treffer der Franzosen durch Källström fiel deshalb nicht sonderlich überraschend.
Im Anschluss entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit guten Chancen auf beiden Seiten. Eine dieser Möglichkeiten nutzte Gomez zum Anschlusstreffer. Der Torjäger profitierte dabei von einem Fehler Vercoutres, der einen Schuss von Hitzlsperger nicht festhalten konnte.

Nur wenig später zeigte Vercoutre allerdings seine Klasse mit einer guten Parade gegen den Schuss des frei vor ihm auftauchenden VfB-Stürmers Cacau (21.). In Stuttgarts anschließender Drangphase zeigte der Keeper zwar erneut Schwächen, die Gäste konnten aber kein Kapital daraus schlagen.

Der VfB konnte seinen Druck auf das gegnerische Tor allerdings nicht lange aufrecht erhalten. In den letzten Minuten vor der Pause waren die Gastgeber wieder das klar bessere Team. Die Bemühungen Lyons wurden durch den zweiten Treffer Ben Arfas belohnt. Dabei tanzte der 20-Jährige erst den Stuttgarter Außenverteidiger Ludovic Magnin aus und ließ danach auch Schäfer keine Chance.

Nach dem Seitenwechsel änderte sich zunächst nichts an der Überlegenheit der Platzherren. Allerdings begnügte sich Olympique damit, das Ergebnis über die Zeit zu bringen und agierte nicht mehr so druckvoll nach vorne wie im ersten Durchgang. Die Franzosen wurden für diese Nachlässigkeit durch den zweiten Treffer von Gomez bestraft. Die große Möglichkeit zum Ausgleich vergab Hitzlsperger. Allerdings war die Elfmeter-Entscheidung zu Gunsten des VfB durch Schiedsrichter Juri Baskakow (Russland) auch falsch.

Autor: sid

Kommentieren