Es ist ein zweifelhafter

Dortmund: Kreisliga A: Letzter Platz trübt Hoffnung beim PTSV Dortmund nicht

Schlechtester A-Ligist der Stadt

Felix Guth
23. Oktober 2007, 14:40 Uhr

Es ist ein zweifelhafter "Titel": Die Tabelle nach elf Spieltagen weist den Post- und Telekom SV Dortmund in der Gruppe 2 als schlechtestes A-Kreisliga-Team der Stadt aus. Einen einzigen Punkt holte der PTSV bislang, die Torbilanz ist mit minus 47 äußerst dürftig. "Langsam muss sich die Mannschaft zusammenreißen", sagt der erste Vorsitzende Thorsten Scheben. Der vorletzte Tabellenplatz liegt mit sieben Zählern schon weit entfernt.

Dass es für den PTSV gegen den Abstieg gehen würde, war den Verantwortlichen schon vor dem Saisonstart klar. Denn die Vorbereitung im Sommer verlief geradezu chaotisch. Zunächst gab Trainer Andreas Wüst mitten in der wichtigen Trainingsphase seinen Rücktritt bekannt. "Das kam völlig überraschend", sagt Scheben, der allerdings schnell Ex-Coach Jens Schürmann für ein erneutes Engagement gewinnen konnte.

Schürmann hatte bereits vor zwei Jahren den Club von der Stadtkrone Ost trainiert und mit Platz fünf für eine der erfolgreichsten Platzierungen der jüngeren Vergangenheit gesorgt. Eine Wiederholung dieses Coups schien aber von vornherein ausgeschlossen. Denn nachdem drei Wochen vor dem ersten Ligaspiel auch noch Torwart Patrick Roggenkämper seinen Wechsel zum TuS Eichlinghofen bekannt gab, stand das Team endgültig vor dem Neuaufbau. "Hinzu kamen viele Verletzte zu Saisonbeginn", berichtet Fußball-Boss Scheben.

Gleich zum Auftakt setzte es eine 1:12-Pleite gegen Schüren, eine Woche darauf ein 0:5 in Berghofen. Am 5. Spieltag gab es den bislang einzigen Punktgewinn beim 2:2 gegen Aufsteiger TuS Neuasseln. "Es waren auch einige unglückliche Begegnungen dabei", sagt Scheben. Gleichzeitig hatte die PTSV-Truppe aber einen Hang zur Blamage: 2:8 in Barop, 0:10 beim Hörder SC. "So etwas ist brutal", meint der Vorsitzende.

[imgbox-left]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/005/099-5181_preview.jpeg Schwere Zeiten für die Truppe des PTSV.[/imgbox]Er glaubt aber an Trainer Schürmann und die Mannschaft. "Das Potenzial ist da", betont Scheben. Im Falle eines Abstiegs, so ist er sich sicher, wäre der PTSV innerhalb kürzester Zeit wieder zurück in der A-Liga. Allzu viel Zeit sollte sich die Truppe für den ersten Sieg aber nicht mehr lassen. "Wir brauchen jetzt schon eine Serie", meint der Vorsitzende. Vor allem den Duellen mit den vermeintlichen Abstiegskonkurrenten VfL Schwerte II und TSC Eintracht am 4. und 11. November kommt da große Bedeutung zu.

Denn im Vereinsumfeld stimmen die Strukturen. Die Jugendarbeit funktioniert, die Damen-Mannschaft etablierte sich in den vergangenen zwei Jahren. Unternehmer Scheben trieb zudem das Sponsoring an, installierte Werbeflächen auf dem Sportplatz und regte die Einführung einer "PTSV-Dauerkarte" an. "Der Verein muss ein Zuhause haben", legt er sich fest.

Autor: Felix Guth

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