In Mülheim ist die Fußball-Welt in Ordnung, zumindest in der Bezirksliga 8. Stellt die Stadt mit vier Vertretern das kleinste Kontingent hinter Duisburg und Oberhausen in der Gruppe, so sind im Moment die ersten beiden Tabellenränge an Vereine der knapp 170.000 Einwohner zählenden Stadt an der Ruhr vergeben. Hinter Liga-Primus Union Mülheim lauert der Mülheimer SV 07, der gerade erst sein 100-jähriges Vereinsjubiläum feierte.

Bezirksliga 8 NR: Mülheim 07 mischt mit vielen Toren die Liga auf

Sieben Eigengewächse

Heiko Gaeb
02. Oktober 2007, 20:54 Uhr

In Mülheim ist die Fußball-Welt in Ordnung, zumindest in der Bezirksliga 8. Stellt die Stadt mit vier Vertretern das kleinste Kontingent hinter Duisburg und Oberhausen in der Gruppe, so sind im Moment die ersten beiden Tabellenränge an Vereine der knapp 170.000 Einwohner zählenden Stadt an der Ruhr vergeben. Hinter Liga-Primus Union Mülheim lauert der Mülheimer SV 07, der gerade erst sein 100-jähriges Vereinsjubiläum feierte.

Stand der Klub, der ein reiner Fußballverein ist, nach vier absolvierten Begegnungen mit drei Zählern noch auf Rang zwölf, so wurde seit der Partie beim Aufsteiger VfvB Ruhrort-Laar nur noch dreifach gepunktet. "Wir haben uns zusammengerauft. In dem Spiel ist einfach der Knoten geplatzt", freut sich Dieter Brüger, seit dem Jahr 2000 Cheftrainer der ersten Mannschaft, vor dem am Sonntag anstehenden Derby beim Tabellen-Zehnten TuSpo Saarn, "es wäre schön, wenn wir die tolle Serie so lange es geht beibehalten könnten. Gleichwohl weiß ich, dass es in einer Saison auch kritische Phasen gibt. Dann ist mein junges Team gefordert."

Erfolgsfaktoren für das gute Abschneiden gibt es einige beim Vorjahres-Neunten. Dass sieben Akteure aus der eigenen Jugend stammen, spricht an sich für den Verein und dafür, dass sich die Kicker "Am Waldschlößchen" wohl fühlen. Das Prunkstück der Mannschaft ist dabei die Offensive. Dennis Paede, der schon zehn Treffer erzielte und fünf vorbereitete, und der erst 20-jährige Dennis Pfeifer, der in sechs Spielen auch schon sieben Mal erfolgreich war, bilden das aktuell erfolgreichste Sturm-Duo der Liga. 26 Buden konnten die 07er Kicker bejubeln, so viel wie kein anderes Team in der Klasse.

Auch in der Abwehr wurde einiges bewegt, denn seit dieser Saison läuft der MSV mit einer Dreierkette auf. Brüger gibt zu: "Das ist schon schwierig einzuüben, aber wenn sie einmal richtig funktioniert, gibt es kaum ein Durchkommen. Und die kritische Anfangsphase haben wir weitesgehend überstanden." Die Brüder Nico (21 Jahre) und Tim Peters (28 Jahre) und Stefan Bartmann (22 Jahre), der wiederum seinen kleinen Bruder Philip (18 Jahre) im Mittelfeld hat, bilden die junge Defensive. "Dafür haben wir im Tor mit Markus Henn Routine pur. Er ist 36 Jahre alt und passt auf die Jungen auf. Dabei zählt er auch immer noch zu den besten Schlussleuten der Liga", verweist der Mülheimer Trainer stolz auf seinen "gestandenen Mann". [imgbox-left]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/004/663-4745_preview.jpeg Das junge Team des MSV 07.[/imgbox]

Die Planungen sind langfristig ausgelegt und das Thema Jugend-Förderung spielt dabei stets eine gewichtige Rolle. "Wir integrieren ja nicht umsonst so viele junge Talente in unsere erste Mannschaft", erklärt der 48-jährige Coach. Dass der Mülheimer SV 07 auf Grund der hauptsächlich guten Platzierungen der letzten Jahre bei einigen auf der Liste der Landesliga-Anwärter steht, lässt Brüger relativ kalt: "Wir sind bescheiden. Die Konkurrenz sieht, dass wir gut arbeiten und immer besser werden. Ein Platz unter den ersten fünf ist auf jeden Fall unser Ziel, das auch sehr realistisch ist."

Autor: Heiko Gaeb

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