Eine 0:3-Aufholjagd, zwei rote Karten, ein verschossener Elfmeter und die Entscheidung in letzter Minute. Die Kreisliga-Begegnung Arminia Holsterhausen gegen FC Frohlinde konnte an Spannung nicht mehr übertroffen werden. Am Ende hatte der Gastgeber das Quäntchen Glück und rettete nach einer 3:0-Führung noch ein 4:3. Die beiden Halbzeiten konnten dabei nicht unterschiedlicher verlaufen. [b]Ein Ortstermin: [/b]Die Spieler des Gastgeber Arminia Holsterhausen ermahnten sich vor dem Anpfiff mit den Worten „Wach sein“, die Anweisung wurde aber lediglich in der ersten Hälfte befolgt.

Kreisliga A Herne: Arminia Holsterhausen besiegt Frohlinde in letzter Minute

Julian Schmidt wird mit vier Treffern zum Matchwinner

Desirée Kraczyk
09. September 2007, 20:05 Uhr

Eine 0:3-Aufholjagd, zwei rote Karten, ein verschossener Elfmeter und die Entscheidung in letzter Minute. Die Kreisliga-Begegnung Arminia Holsterhausen gegen FC Frohlinde konnte an Spannung nicht mehr übertroffen werden. Am Ende hatte der Gastgeber das Quäntchen Glück und rettete nach einer 3:0-Führung noch ein 4:3. Die beiden Halbzeiten konnten dabei nicht unterschiedlicher verlaufen. [b]Ein Ortstermin: [/b]Die Spieler des Gastgeber Arminia Holsterhausen ermahnten sich vor dem Anpfiff mit den Worten „Wach sein“, die Anweisung wurde aber lediglich in der ersten Hälfte befolgt.

„Das was in der zweiten Halbzeit passiert ist, ist für mich unbegreiflich“, resümierte Karl-Heinz Timmler nach Abpfiff. Seinem Trainerkollegen Udo Drees stand die Niedergeschlagenheit ins Gesicht geschrieben: „Nach der Aufholjagd stehen wir trotzdem mit leeren Händen da. Ich war noch nie nach einem Spiel so enttäuscht.“

Die Platzherren begannen sehr stark und überzeugten mit schönen Kombinationen. Da aber Frohlindes Abwehr in der Anfangsphase noch sicher stand, ergaben sich zunächst wenige Torchancen. In der zwanzigsten Minute begann dann die Show von Julian Schmidt. Der erst 18-Jährige verwandelte völlig freistehend zum 1:0. Lediglich fünf Zeigerumdrehungen später folgte der nächste Streich. Yasin Besli erkämpfte sich den Ball im Mittelfeld und nach der Zwischenstation über Thomas Harder baute Schmidt die Führung weiter aus. Hilfestellung leistete bei diesem Treffer der linke Torpfosten, der die Kugel in die richtige Richtung lenkte. Arminia Holsterhausen zeigte sich aber auch nach dem gelungen Start nicht nachgiebig und übte weiter Druck aus. In der 35. Minute vervollständigte der Spieler mit der Rückennummer Neun seinen Hattrick. De Partie schien somit schon nach der ersten Halbzeit entschieden, aber es kommt immer anders als man denkt.

„Bei so einem Rückstand ist klar, was die Jungs nach der Pause zu tun haben“, erklärte Drees. Seine Mannschaft zeigte nach dem Seitenwechsel ein völlig anderes Gesicht. Das Gleiche galt aber auch für den Gastgeber. Nach nur wenigen Sekunden erfolgte das erste Warnsignal. Patrick Steble verkürzte zum 1:3. Frohlinde zeigte nun den größeren Willen, während sich die Arminia weiter auf ihren drei Toren auszuruhen schien. Ab der 72. Minute überschlugen sich die Ereignisse. Zunächst wurde Arminias Sven Buchholz nach wiederholtem Foulspiel mit der gelb-roten Karten bestraft.

Die Verunsicherung auf der Gastgeber-Seite saß tief, denn drei Minuten später sorgte Thomas Korn für den Anschlusstreffer und kurz danach erfolgte der Ausgleich. Der erneute Wendepunkt kam in der 81. Minute. Nach einem verschossenen Elfmeter wurde wenig später auch noch Erhan Karakurt vom Platz gestellt. Die Emotionen kochten nicht nur bei den Aktiven über, sondern auch bei den knapp 100 Zuschauern im Horst-Stadion und der Sündenbock war wie so oft der Schiedsrichter. Arminia Holsterhausen schien wieder Lunte gerochen zu haben. Schmidt rettete in letzter Minute mit seinem vierten Treffer den Sieg und damit die drei Punkte für Holsterhausen.

„Mehr Pech kann man nicht haben. Wir machen in Überzahl das 3:3, verschenken den Elfmeter und kriegen dann noch das 3:4“, ärgerte sich Drees über den Spielverlauf. „Kalla“ Timmler konnte sich nur begrenzt freuen: „Ich habe meine Jungs gewarnt. Sie müssen noch lernen mit so einer Führung umzugehen. Das Problem lag heute eindeutig am Konzentrationsmangel.“ Die Tabellenspitze wurde nach diesem Kraftakt aber immerhin gesichert.

Autor: Desirée Kraczyk

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