Große Abschiedsgala im rewirpowerStadion

Die Zaubermaus sagt "Tschüss"

gp
06. September 2007, 13:08 Uhr

"Niemals geht man so ganz", zwar zieht sich Dariusz Wosz als Fußballprofi nach einer für Bochumer Verhältnisse beispiellosen Karriere vom Profifußball zurück. Doch dem Klub bleibt der Bochumer Junge in den unterschiedlichsten Funktionen erhalten.
Ehre, wem Ehre gebührt. Als erster VfL-Profi bekommt der langjährige Kapitän und Spielmacher ein Abschiedsspiel. Schließlich ist er ein ganz Großer im Bochumer Fußball und rückt nun auf eine Stufe mit der VfL-Ikone Michael Lameck.
So wundert es auch nicht, dass der Bundesliga-Rekordspieler des VfL am Samstag um 17 Uhr im rewirpowerStadion die scheinbar endlose Liste der VfLer aus mehr als drei Jahrzehnten anführt.

Auf ein Wiedersehen an der Castroper Straße freut sich Fußball-Bochum. Bis Mittwoch waren bereits 12.000 Karten abgesetzt und alle hoffen darauf, dass die Ränge am Samstag fast komplett gefüllt sind. Doch nicht nur viele VfLer vergangener Tage, sondern auch andere Wegbegleiter von Dariusz Wosz kommen nach Bochum. Zum Beispiel Welt- und Europameister "Icke" Häßler. Die beiden verband in Augenhöhe immer eine herzliche Freundschaft. Auch aus der Hauptstadt, wo Wosz drei Jahre kickte, kommt Besuch. Pal Dardai, Christian Fiedler und Manager Michael Preetz haben zugesagt. Zwei Spezis aus gemeinsamen DDR-Zeiten schnüren ebenfalls noch einmal die Fußballschuhe: Ulf Kirsten und Jörg Schwanke. Und auch die Trainer vergangener Tage sind vor Ort. Peter Neururer, Jürgen Gelsdorf oder Ralf Zumdick, sie alle freuen sich auf das Wiedersehen. Und viele, die aus terminlichen Gründen, wie etwa Klaus Toppmöller, nicht in die gute VfL-Stube kommen können, haben sich gemeldet, um "Woschi" an diesem Tag noch ein paar gute Wünsche mit auf den Weg zu geben.

Mit einem Essen im Bermuda-Dreieck wird Dariusz Wosz am Freitag Abend schon mal das eine oder andere Wiedersehen feiern. Natürlich bei einem Glas Ouzo, denn der Ex-Nationalspieler brennt darauf, sein Können noch mal in beiden Mannschaften unter Beweis zu stellen. Bevor der Schiedsrichter Dieter Hagen um 17 Uhr die Partie anpfeift, wird es sicherlich für die Zuschauer und auch für den Hauptakteur noch einige Überraschungen geben, die an dieser Stelle noch nicht verraten werden. Auch sein endgültiger Abschied in Form einer stimmungsvollen Auswechslung wird sicherlich so manchem VfL-Fan die Rührungstränen in die Augen treiben.

Autor: gp

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