Der italienische Serie-A-Klub Calcio Catania ist erneut in die Negativ-Schlagzeilen geraten. Dem Trainer Silvio Baldini droht wegen seines Tritts gegen seinen Kollegen Domenico di Carlo vom AC Parma eine zweimonatige Sperre. Baldini hatte dem gegnerischen Coach am vergangenen Sonntag während der Punktspiels in der Serie A (2:2) einen Tritt in den Hintern versetzt. Über die Strafe entscheidet der Sportrichter des italienischen Fußball-Verbandes, Giampaolo Tosei, noch diese Woche.

Catania erneut in den Schlagzeilen

Trainer Baldini tritt Kollege in den Hintern

sid
28. August 2007, 11:46 Uhr

Der italienische Serie-A-Klub Calcio Catania ist erneut in die Negativ-Schlagzeilen geraten. Dem Trainer Silvio Baldini droht wegen seines Tritts gegen seinen Kollegen Domenico di Carlo vom AC Parma eine zweimonatige Sperre. Baldini hatte dem gegnerischen Coach am vergangenen Sonntag während der Punktspiels in der Serie A (2:2) einen Tritt in den Hintern versetzt. Über die Strafe entscheidet der Sportrichter des italienischen Fußball-Verbandes, Giampaolo Tosei, noch diese Woche.

Bei seiner Trainer-Premiere in Catania war Baldini vom Schiedsrichter wegen Reklamierens von der Bank verwiesen worden, danach trat er Di Carlo in den Allerwertesten, nachdem sich die beiden zuvor eine verbales Duell geliefert hatten. Es entstand eine Rangelei, die erst vom Referee gestoppt wurde.

Der Generaldirektor von Catania, Pietro Lo Monaco, kündigte zudem eine Strafe gegen seinen Trainer an. "Es gibt einen Verhaltenskodex, an den man sich in diesem Klub halten muss, vor allem, wenn man Trainer ist", erklärte Lo Monaco. Der Trainer entschuldigte sich mit der Begründung, er sei provoziert und beleidigt worden. "Ich habe so reagiert, weil ich mich nicht beleidigen lassen wollte", sagte Baldini. Er erklärte sich bereit, sich bei Di Carlo zu entschuldigen.

Baldinis Ausraster sorgte für hitzige Diskussionen in Italien. In einer Phase, in der man Gewalt in jeder Form aus den Stadien verbannen wolle, habe Baldini ein sehr schlechtes Beispiel gegeben, kritisierte Italiens Verbands-Präsident Giancarlo Abete. Der Vorfall sei noch gravierender, weil er den Klub Catania betreffe, der bei den schweren Krawallen im Februar involviert war, bei dem ein Polizist ums Leben gekommen war.

Autor: sid

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