Yusupha Yaffa steht noch bis zum Sommer 2017 beim Fußball-Drittligisten MSV Duisburg unter Vertrag.

MSV Duisburg

Yaffa weiterhin unter Vertrag

Dirk Retzlaff
30. Juli 2016, 07:07 Uhr
Foto: Funke Foto Services

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Yusupha Yaffa steht noch bis zum Sommer 2017 beim Fußball-Drittligisten MSV Duisburg unter Vertrag.

Dies erklärte Yaffas Anwalt Klaus Walter am Freitag gegenüber der Sportredaktion. Zuvor hatte Walter eine Pressemitteilung veröffentlicht, nach der Yaffa, der unter Verdacht stand, in der Wohnung des Frankfurter Profis Carlos Zambrano eine Frau vergewaltigt zu haben, von den Vorwürfen entlastet ist. Im Januar 2015 hatte ihn die Frankfurter Polizei verhaftet.

„Bereits am 20. Mai 2016 hat die Staatsanwaltschaft Frankfurt/Main das gegen den Fußballprofi Yusupha Yaffa gerichtete Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Straftat einer Vergewaltigung nach § 170 Absatz 2 der Strafprozessordnung eingestellt. Die Einstellung erfolgte, nachdem die Ermittlungen ergeben hatten, dass sich der gegen Herrn Yaffa gerichtete Verdacht einer Straftat nicht bestätigt hat. Der gegen Herrn Yaffa erhobene Vorwurf ist damit ausgeräumt. Auf Nachfrage hat die Staatsanwaltschaft Frankfurt/Main nunmehr mitgeteilt, dass die Anzeigenerstatterin von der Möglichkeit, innerhalb der vorgesehenen Frist Beschwerde gegen die Verfahrenseinstellung zu erheben, abgesehen hat. Damit ist die Einstellung des Verfahrens gegen Herrn Yaffa in Rechtskraft erwachsen“, so der Wortlaut der Pressemitteilung.

Der MSV hatte Yaffa im September 2015 unter Vertrag genommen. Der 19-Jährige, zuvor bei Eintracht Frankfurt am Ball, galt als Perspektivspieler für die Profi-Mannschaft, war aber nur für die U23 in der Oberliga im Einsatz. Nach deren Abmeldung hatte der Vertrag des Gambiers mit italienischem Pass weiter Gültigkeit. Sein Anwalt erklärt: „Er brennt nun darauf, seine fußballerischen Fähigkeiten unbelastet unter Beweis zu stellen und seine Mannschaft mit höchster Konzentration und uneingeschränkter Leistungsfähigkeit zu unterstützen.“ Davon will der MSV aber nichts wissen. Yaffa sei seit geraumer Zeit erkrankt ausgefallen; man habe ihm nahegelegt, sich einen neuen Klub zu suchen, hieß es in einer Stellungnahme des Vereins am Freitagabend.

Yaffa stand zusätzlich unter Verdacht, Urkundenfälschung betrieben zu haben und tatsächlich neun Jahre älter zu sein. Bislang erhärtete sich dieser Verdacht nicht.

Autor: Dirk Retzlaff

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