Durchatmen „Am Hallo“: Nach einer aus verschiedenen Gründen brutal nervenaufreibenden Saison haben sich die ETB Wohnbau Baskets sportlich für die Pro A-Saison 2016/2017 qualifiziert.

ETB Wohnbau Baskets

Happy End nach Seuchensaison

27. März 2016, 14:26 Uhr
Foto: Unverferth

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Durchatmen „Am Hallo“: Nach einer aus verschiedenen Gründen brutal nervenaufreibenden Saison haben sich die ETB Wohnbau Baskets sportlich für die Pro A-Saison 2016/2017 qualifiziert.

Schicksalsträger war kurioserweise Playoff-Teilnehmer NINERS Chemnitz. Die Sachsen schlugen am letzten Spieltag die Bayer Giants Leverkusen mit 82:69 und sorgten somit in doppelter Art und Weise indirekt für den Essener Klassenerhalt. Denn die Schwarz-Weißen unterlagen ihrerseits vor 1860 Besuchern in der gut gefüllten Halle in Stoppenberg den RheinStars Köln mit 82:93 und wären im Falle eines Leverkusener Sieges abgestiegen. In der Vorwoche hatten die ETB-Korbjäger den Abstiegsplatz noch durch einen Erfolg in Chemnitz diesen wieder an Leverkusen abgegeben.

Gegen die Domstädter entwickelte sich über weite Strecken ein ausgeglichenes Spiel, in welchem die Gäste über 40 Minuten die etwas konzentriertere Mannschaftsleistung auf das Parkett brachten. Bei nahezu gleichen Werten in Feldwurfquote, Freiwurfquote, Rebounds und Fouls leisteten sich die Essener 20 zum Teil völlig unnötige Ballverluste und liefen vor allem deshalb über die gesamte Spieldauer einem Rückstand hinterher. Nachdem sich das Team von Coach Igor Krizanovic zu Beginn des letzten Viertels auf drei Punkte herankämpfte (63:66), sorgten die RheinStars mit einem 16:3-Lauf für die Entscheidung und die letztlich bedeutungslose 21. Saisonniederlage der ETB Baskets. „Es war ein harter Kampf gegen eine Essener Mannschaft, die viel Herz zeigte. Wir wollten unsere Saison vernünftig beendet, ich denke, dies ist uns gelungen“, resümierte Kölns Coach Arne Woltmann. Krizanovic gestand ein, dass „die Mannschaft vielleicht mental nicht bereit genug war. Wir konnten das Spiel nicht so gestalten, wie wir es wollten, ich hätte mir zum Saisonende eine bessere Leistung gewünscht.“

Am Ende überwog die Erleichterung aber deutlich. Nun geht es für den sich in größeren finanziellen Schwierigkeiten befindenden Klub darum, die Lizenz für die Zweitliga-Saison 2016/17 zu sichern. Nach Aussagen der Vereinsführung befindet man sich diesbezüglich auf einem guten Wege. Doch auch sportlich sollten Veränderungen angestrebt werden, erklärte Krizanovic: „Wir haben in dieser Saison besser gespielt, als es unsere Punktzahl aussagt. Der Kampf war nie das Problem, es war vielleicht eher eine Qualitätsfrage. Wichtig ist, dass wir nun in Ruhe reflektieren und analysieren, was nächstes Jahr besser laufen muss.“

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