Im Spitzenspiel der Landesliga Niederrhein 3 besiegte  Tura 88 Duisburg am gestrigen Sonntag die Spielvereinigung Sterkrade 06/07 deutlich mit 3:0 und sicherte sich damit die alleinige Tabellenführung. Für Diskussionen sorgten vor allem die drei Platzverweise.

Landesliga 3 Niederrhein: Tura 88 - Sterkrade 06/07 (Nachlese)

Platzverweise sorgen für Diskussionen

Moritz Rieckhoff
18. September 2006, 16:05 Uhr

Im Spitzenspiel der Landesliga Niederrhein 3 besiegte Tura 88 Duisburg am gestrigen Sonntag die Spielvereinigung Sterkrade 06/07 deutlich mit 3:0 und sicherte sich damit die alleinige Tabellenführung. Für Diskussionen sorgten vor allem die drei Platzverweise.

Im Duell des Ersten gegen den Zweiten zeigten die Neudorfer von Beginn an Präsenz. Bereits in der 10. Spielminute traf 88-Tormaschine Dejan Lazovic zum 1:0. Robert Zimmermann und Daniel Dentgen hatten den Stürmer zuvor perfekt in Szene gesetzt. Doch Sterkrade wehrte sich und hatte in der Folgezeit einige gute Einschussmöglichkeiten. Ein sehr gut aufgelegter Markus auf der Heiden parierte jedoch ein ums andere Mal gut und verwehrte den Gästen den durchaus verdienten Ausgleich vor der Pause. Den Pausenpfiff erlebten jedoch nur noch 21 Akteure auf dem Platz. Sterkrades Urs Müller sah in der 45. Minute Gelb-Rot und musste frühzeitig das Spielfeld verlassen.

Nach Wiederanpfiff drängten die Turaner deutlich auf eine schnelle Vorentscheidung. Diese fiel in der 54. Spielminute. Nach schöner Vorarbeit von Hidir Kaya versenkte Frank Cho das runde Leder im Kasten der Gäste. Abermals Dejan Lazovic sorgte in der 83. Minute mit seinem Treffer zum 3:0 für den Schlusspunkt in einer Partie, die zuvor noch einmal richtig farbig geworden war. Sowohl Turas Daniel Dentgen als auch Sterkrades Marad Jafoui mussten, nach dem sie die Gelb-Rote Karte gesehen hatten, noch vor dem Abpfiff zum Duschen.

Für Unverständnis sorgte dies vor allem auf der Bank der Gäste. Oberhausens Trainer Dirk Wißel zeigte sich auch einen Tag nach dem Match mit der Leistung des Unparteiischen unzufrieden und wetterte: „Was der da gestern gepfiffen hat, das war eines Spiels in der Landesliga nicht würdig. Da wurden Entscheidungen gefällt, die mit Fußball nicht mehr viel zu tun hatten. Beim Basketball wäre der Schiedsrechter besser aufgehoben gewesen“, ereiferte sich der Coach und legt noch einmal nach: „Ich wette, der Junge hat im Leben noch nie ein Fußballspiel gepfiffen“. Seine Spieler nah nahm Wißel indes in Schutz: „Meine Mannschaft hat ein gutes Spiel gemacht. Ich denke, wir haben zwei gleichwertige Mannschaften gesehen. Der Unterschied zwischen Tura und uns lag einzig in der Chancenauswertung. Da war unser Gegner eiskalt. Wir haben da einiges liegengelassen“.

Erfreut zeigte sich dagegen 88-Trainer Ralf Kessen: „Wir haben gestern ein echtes Spitzenspiel gesehen. Sterkrade war der erwartet schwere Gegner, doch wir waren hochkonzentriert und haben das Spiel am Ende verdient für uns entscheiden können.“ Nach dem Spiel grüßen die „Roten Teufel“ nun mit 15 Zählern als alleiniger Tabellenführer vom Platz an der Sonne. Gegner Sterkrade findet sich nach der Niederlage mit nunmehr zwölf Punkten auf dem fünften Tabellenplatz wieder.

Autor: Moritz Rieckhoff

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