Zum dritten Mal in dieser Saison kommt es am Freitagabend (20 Uhr) am Essener Westbahnhof zu einem Derby zwischen den Wohnbau Moskitos und dem Herner EV.

Moskitos - HEV

Das "Zwölf-Punkte-Derby"

14. Januar 2016, 17:11 Uhr
Foto: Roy Gilbert

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Zum dritten Mal in dieser Saison kommt es am Freitagabend (20 Uhr) am Essener Westbahnhof zu einem Derby zwischen den Wohnbau Moskitos und dem Herner EV.

Grund zur Euphorie haben beide Klubs aktuell zur Genüge. In Essen ist das ursprüngliche Saisonziel „Klassenerhalt“ mittlerweile ad acta gelegt worden. Dass die Stechmücken nach 27 Spielen bereits 31 Punkte Vorsprung auf den ersten Relegationsplatz 14 haben, gleicht einer kleinen, aber verdienten Sensation. Insbesondere die beiden neu geholten Kontingentstürmer Michál Velecky und Andrej Bires erwiesen sich als Volltreffer, doch auch einige der jungen deutschen Feldspieler wie Niklas Hildebrand oder das Torhütertrio um den wiedergenesenen Justin Schrörs, Benedict Roßberg und Hannibal Weitzmann überzeugen mit konstanten Leistungen. So verwundert es nicht, dass – während Trainer Frank Gentges immer noch auf die Euphoriebremse drückt - sich zumindest die Chef-Etage und die Sponsoren des ESC mittlerweile Playoff-Platz acht zum Ziel gesetzt haben. Dass der aktuell ärgste Konkurrent aus Neuwied am Sonntagabend drei Punkte aus Halle entführte, hatte im VIP-Raum der Eishalle am Westbahnhof einige angesäuerte Mienen zur Folge. Und dies, obwohl die Moskitos selber vorher einmal mehr überzeugten und den Tabellenvierten aus Leipzig mit 3:1 schlugen.

Und damit auch indirekt dafür sorgten, dass der alte Erzrivale vom Gysenberg seinen dritten Tabellenrang behalten durfte. Beim HEV ist die Stimmung momentan sogar noch ein wenig besser als beim Überraschungsteam der Liga. Seit dem 2:5 in Duisburg am 23. Oktober letzten Jahres haben die Grün-Weiß-Roten keine Partie mehr in regulärer Spielzeit verloren, in diesem Zeitraum wurden 16 von 18 Spielen gewonnen. Nach dem 10:4 bei FASS Berlin am Samstag ließ es sich HEV-Coach Frank Petrozza in Begleitung von Geschäftsführer Jürgen Schubert am Sonntagabend dann auch nicht nehmen, sich den kommenden Gegner mal persönlich anzuschauen. „Ich habe da keine allzu neuen Erkenntnisse gewonnen. Wir wissen um die Art und Weise, wie die spielen, sie haben eine gute Mannschaft. Ich habe den Abend vor allem genutzt, um einige alte Bekannte aus Leipzig mal wieder zu treffen", sagt Petrozza.

Petrozza muss auf Shevyrin verzichten

Dass die Vorfreude aber auch am Gysenberg groß ist, gibt er zu: "Die Jungs sind alle heiß auf das Match. Und es ist ja auch für die Tabelle wichtig. Gewinnen wir dieses Spiel, haben wir zwölf Punkte Vorsprung auf Rang neun. Also ist es für uns quasi ein Zwölf-Punkte-Spiel", scherzt der HEV-Coach.

Personell tut sich bei beiden Teams im Vergleich zum letzten Wochenende nicht viel. Essen kann wieder auf den vormals gesperrten Patrick Raaf-Effertz zurückgreifen, beim Gast muss Petrozza einmal mehr auf Denis Shevyrin verzichten, der sich bei den Iserlohn Roosters in der DEL vorerst festgespielt zu haben scheint.

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