Das Spiel bei Werder Bremen führt Innenverteidiger Sokratis zu seinem früheren Verein - doch längst ist der Grieche bei Borussia Dortmund heimisch.

Vor dem Spiel beim Ex-Klub

Sokratis schwärmt vom BVB

Sebastian Weßling
31. Oktober 2015, 09:44 Uhr
Foto: Firo

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Das Spiel bei Werder Bremen führt Innenverteidiger Sokratis zu seinem früheren Verein - doch längst ist der Grieche bei Borussia Dortmund heimisch.

Seit gut zwei Jahren spielt [person=5524]Sokratis[/person] bei Borussia Dortmund und irgendwann in diesen zwei Jahren hat man dem griechischen Innenverteidiger ein paar Etiketten angepappt: Schweigsam sei er, ein Stoiker gar, vielleicht sogar etwas grimmig. Das mag von der kompromisslosen Spielweise des Abwehrspielers herrühren, vielleicht auch von seinen dichten Augenbrauen, die den Blick immer etwas finster wirken lassen. Mit der Realität aber, so beteuern Menschen, die ihn besser kennen, stimmt das öffentlich verbreitete Bild des 27-Jährigen allenfalls in Teilen überein.

Tatsächlich scheut Sokratis die Öffentlichkeit eher, an den Journalisten geht er nach Spielen meist wortlos vorbei. Wenn er ihnen aber, wie anlässlich des anstehenden Auswärtsspiels bei Werder Bremen (Samstag, 15.30 Uhr), einmal gegenübersitzt, gibt er gerne und bereitwillig Auskunft - und lässt sich auch zu der einen oder anderen Albernheit hinreißen.
Sokratis pflegt einen schmucklosen Stil

„Danke Massimo, das war sehr gut“, ruft er etwa dem Dolmetscher breit grinsend nach, als der Pressetermin beendet ist. Denn auch nach knapp viereinhalb Jahren in Deutschland lässt der Innenverteidiger seine Worte lieber aus dem Italienischen - drei Jahre spielte er in der Serie A - ins Deutsche übersetzen. Die Fragen versteht er zwar und auch die Antworten könnte er wohl schon auf deutsch geben - statt sich vor der Öffentlichkeit eine Blöße zu geben, wählt er aber lieber die sichere Variante.

Ähnlich verhält es sich auf dem Spielfeld. Der Grieche pflegt einen schmucklosen Stil, versucht keine wilden Dinge und konzentriert sich auf das, was er kann: Zweikämpfe führen, Zweikämpfe gewinnen - besonders in der Luft - und den Ball dann sicher bei den Mittelfeldspielern abliefern. Nebenmann Mats Hummels pflegt zwar die spektakulärere Spieleröffnung und die gefährlicheren Vorstöße - es kann aber auch mal passieren, dass der Ball in gefährlicher Position beim Gegner landet. „Wir sind sicher unterschiedliche Spieler, beide haben Stärken und Schwächen“, sagt Sokratis dazu nur. „Wir ergänzen uns sehr gut, ich versuche seine Schwächen auszugleichen und er meine.“

Seit gut zwei Jahren spielt Sokratis bei Borussia Dortmund und irgendwann in diesen zwei Jahren hat man dem griechischen Innenverteidiger ein paar Etiketten angepappt: Schweigsam sei er, ein Stoiker gar, vielleicht sogar etwas grimmig. Das mag von der kompromisslosen Spielweise des Abwehrspielers herrühren, vielleicht auch von seinen dichten Augenbrauen, die den Blick immer etwas finster wirken lassen. Mit der Realität aber, so beteuern Menschen, die ihn besser kennen, stimmt das öffentlich verbreitete Bild des 27-Jährigen allenfalls in Teilen überein.
Tuchel
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Tatsächlich scheut Sokratis die Öffentlichkeit eher, an den Journalisten geht er nach Spielen meist wortlos vorbei. Wenn er ihnen aber, wie anlässlich des anstehenden Auswärtsspiels bei Werder Bremen (Samstag, 15.30 Uhr), einmal gegenübersitzt, gibt er gerne und bereitwillig Auskunft - und lässt sich auch zu der einen oder anderen Albernheit hinreißen.
Sokratis pflegt einen schmucklosen Stil

„Danke Massimo, das war sehr gut“, ruft er etwa dem Dolmetscher breit grinsend nach, als der Pressetermin beendet ist. Denn auch nach knapp viereinhalb Jahren in Deutschland lässt der Innenverteidiger seine Worte lieber aus dem Italienischen - drei Jahre spielte er in der Serie A - ins Deutsche übersetzen. Die Fragen versteht er zwar und auch die Antworten könnte er wohl schon auf deutsch geben - statt sich vor der Öffentlichkeit eine Blöße zu geben, wählt er aber lieber die sichere Variante.

[infobox-right]Vertragsverlängerung:
Borussia Dortmund hat den Vertrag mit Innenverteidiger Sokratis bis 2019 verlängert. Der Grieche ist in dieser Saison ein Leistungsträger beim BVB.[/infobox]

Ähnlich verhält es sich auf dem Spielfeld. Der Grieche pflegt einen schmucklosen Stil, versucht keine wilden Dinge und konzentriert sich auf das, was er kann: Zweikämpfe führen, Zweikämpfe gewinnen - besonders in der Luft - und den Ball dann sicher bei den Mittelfeldspielern abliefern. Nebenmann Mats Hummels pflegt zwar die spektakulärere Spieleröffnung und die gefährlicheren Vorstöße - es kann aber auch mal passieren, dass der Ball in gefährlicher Position beim Gegner landet. „Wir sind sicher unterschiedliche Spieler, beide haben Stärken und Schwächen“, sagt Sokratis dazu nur. „Wir ergänzen uns sehr gut, ich versuche seine Schwächen auszugleichen und er meine.“
Vertragsverlängerung bis 2019

Derzeit aber betonen sie in Dortmund vor allem die Stärken des Abwehrspielers, neben Zweikampf- und Kopfballstärke etwa seine Schnelligkeit. Aus der BVB-Startaufstellung ist er nicht mehr wegzudenken, Trainer Thomas Tuchel schätzt seine schnörkellose Spielweise. Und auch der Grieche fühlt sich wohl, hat seinen Vertrag in dieser Woche bis 2019 verlängert . „Ausschlaggebend war, dass ich mich als wichtiger Bestandteil dieser Mannschaft fühle“, sagt er - eine Wertschätzung, die ihn Tuchel regelmäßig spüren lässt: „Und dann bin ich auf dem Platz ruhiger und habe mehr Selbstvertrauen“, sagt Sokratis - beeilt sich aber, zu versichern, dass dies keinesfalls eine Kritik am Vorgänger Jürgen Klopp sei, der in wichtigen Spielen dann doch oft den Konkurrenten Neven Subotic aufgestellt hatte.

In seinem dritten Jahr in Dortmund aber hat sich der Grieche in der Startelf festgespielt - und schwärmt auch vom Umfeld: „Wir haben so ein tolles Stadion mit so tollen Fans.“ Und auch die Stadt hat es ihm angetan: „Bremen ist kleiner und viel ruhiger insgesamt“, sagt er. „Hier leben die Leute Fußball, man spürt das in der Stadt, es ist fast eine Religion.“

Eine Religion, in der es auch ein vermeintlich so stoischer Schweiger zum Liebling der Massen bringen kann.

Autor: Sebastian Weßling

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