Die Landesliga blieb ein kurzes Abenteuer für Westfalia Wickede. Nach nur einer Saison musste der Klub aus dem Dortmunder Osten den Rückweg in seine

Bezirksliga 8: Teamcheck BV Westfalia Wickede

Im Mittelpunkt steht die Einheit

Felix Guth
24. Juli 2007, 14:06 Uhr

Die Landesliga blieb ein kurzes Abenteuer für Westfalia Wickede. Nach nur einer Saison musste der Klub aus dem Dortmunder Osten den Rückweg in seine "gewohnte" Klasse antreten. Doch in Wickede herrscht nach dem Abstieg geradezu eine "Umbruch-Euphorie". Und während das "Neue Pappelstadion" als künftige Spielstätte immer mehr Gestalt annimmt, ist Spielertrainer Marko Schott zurzeit dabei, ein neues Team zu formen.

Dabei sollen es nicht wie in den letzten Jahren die Routiniers richten, sondern der Nachwuchs, der direkt vor der Haustür ausgebildet wurde. Der Teamcheck.Tor: Zwei Talente aus der eigenen Jugend sollen in der kommenden Saison zum Rückhalt werden. Daniel Dreeßen (20) hat dabei zurzeit noch einen kleinen Vorsprung vor dem frisch aus der A-Jugend aufgerückten Jan Broda (18). "Aber nur, weil er schon die letzte Landesliga-Halbserie gespielt hat", sagt Marko Schott, der ansonsten einen "Zweikampf auf Augenhöhe" sieht.

Abwehr: Leitfigur in der Defensive soll Sebastian Didion werden, den der Trainer vom Verbandsligisten TuRa Rüdinghausen loseisen konnte. Schott plant den hoch aufgeschossenen Akteur als defensiven Mittelfeldspieler oder zentralen Verteidiger ein. Für Erfahrung stehen Manndecker Marco Nagel und Außenverteidiger Oliver Draxler (neu von der SpVgg. Holzwickede). Marcel Höwe und Marcel Städter stehen noch am Anfang ihrer Karriere. Die beiden Manndecker sind aber ebenso bereits ein Thema für die Startelf wie Jens Jäckel und Hendrik Huneke auf den Außenbahnen.

Mittelfeld: Hohe Erwartungen richtete Marko Schott an Alex Gocke, der vom TuS Körne kam. "Er kennt zum einen die Liga, aber auch das Umfeld hier in Wickede sehr gut", sagt der Spielertrainer. Schott selbst wird wie im Vorjahr die Position hinter den Spitzen einnehmen. "Wenn es gut läuft, muss ich allerdings nicht jede Woche auflaufen", meint er. Die Außenpositionen sind für Neuverpflichtung Sofian El-Gahouzi (TSC Eintracht, rechts) sowie Christian Fröbe (links) vorgesehen.

Angriff: In der Spitze kam der Hoffnungsträger ebenfalls Anfang Juli aus Rüdinghausen: Roman Schymanietz soll in der Bezirksliga für Wickeder Tore sorgen. Dazu setzt Schott auf Jens Sokolowski und den A-Jugendlichen Pawel Mondrizk. "Wir sind gut besetzt", glaubt der Westfalia-Spielertrainer.

Saisonziel: Der Landesliga-Absteiger hält sich mit Kampfansagen zurück. "Wir müssen nicht mit jeder Macht aufsteigen", sagt Schott. Zwar wolle man "im oberen Drittel mitspielen." Doch wichtiger sei ihm, dass sich die Mannschaft zu einer Einheit zusammenfügt. "Denn damit kann man im Verlauf einer Saison viel herausreißen."

Vereinsumfeld: Rund sechs Wochen vor seiner Eröffnung ist das neue Stadion bereits das bestimmende Thema in Wickede. "Die Truppe freut sich darauf", sagt Schott, der in der Vorbereitung extra einige Laufeinheiten an der neuen Anlage vorbei führen ließ. "Außerdem trifft man dort fast jeden Tag Spieler, die sich anschauen, was es Neues gibt." Auf Vorstandsebene ist der Klub seit Jahren solide und nahezu querelenfrei aufgestellt.

Jugend: Bereits zu dieser Spielzeit ließ der Verein in großem Stile Nachwuchsspieler in die erste Elf aufrücken. "Einige von ihnen können direkt den Sprung schaffen", glaubt Marko Schott, der dabei vor allem Broda, Höwe und Mondrizk im Blick hat. Angesichts des guten Potenzials in den A-, B- und C-Jugend-Jahrgängen sorgt sich der Coach um die Zukunft nicht.

Fieberkurve: Das Landesliga-Jahr war für die Wickeder eine "Ausreißer nach oben". Erst zu Beginn des Jahrtausends kämpfte sich der Verein aus der Kreisliga wieder in die Bezirksklasse.

Autor: Felix Guth

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