Dem MSV ist ein echter Überraschungs-Coup gelungen. Linda Bresonik, die in Duisburg ihre Profi-Karriere begann, kehrt zu den Zebras zurück.

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Bresonik kehrt zurück

31. Juli 2015, 13:56 Uhr
Foto: Manfred Schneider

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Dem MSV ist ein echter Überraschungs-Coup gelungen. Linda Bresonik, die in Duisburg ihre Profi-Karriere begann, kehrt zu den Zebras zurück.

Die Verpflichtung der 31-Jährigen, die für zwei Jahre unterschrieben hat, ist für die Meidericher der Königstransfer der Saison. Denn mit der Rückkehr der zweifachen Welt- und Europameisterin, doppelten DFB-Pokal-Siegerin und Gewinnerin des Uefa-Womens-Cup (mit dem Vorgänger-Verein FCR 2001 Duisburg) hat niemand gerechnet.

"Für mich geht damit ein Traum in Erfüllung", berichtet Bresonik: "Ich wollte meine Karriere immer dort zu beenden, wo ich sie auch angefangen habe. Ich freue mich riesig auf diese neue Herausforderung - gerade auch in der 2. Bundesliga. Jeder, der mich kennt, weiß zudem, dass ich sehr heimatverbunden bin."

"Linda soll unser Motor werden!"
Inka Grings

Bei ihrer Entscheidung für Duisburg habe aber auch ihre enge Beziehung zu Inka Grings eine große Rolle gespielt: "Jetzt lerne ich sie in einer ganz neuen Rolle kennen, nämlich als Trainerin, auch darauf bin ich sehr gespannt."

Ihre neue Chefin und ehemalige Mitspielerin gibt schon mal einen nicht ganz ernst gemeinten Vorgeschmack: „Auch ich kenne Linda natürlich sehr gut und so werde ich ihr sicher nicht vor jedem Training sagen, ob die Einheiten vielleicht besonders anspruchsvoll sein werden. Aber im Ernst: wir alle kennen Lindas spezielle Stärken, besonders ihre Dynamik, ihr Spielverständnis und ihre Ballbehandlung. Sie soll unser Motor im zentralen Mittelfeld werden und zusammen mit Sofia Nati ein sehr spielstarkes Paar bilden. Also, ganz klar: Ich bin Linda sehr dankbar, dass sie sich für uns entschieden und dem MSV dafür, dass er diesen Wechsel möglich gemacht hat."

MSV-Geschäftsführer Bernd Maas kommentiert die langwierigen Verhandlungen: "Linda hatte ja noch ein Jahr Vertrag bei PSG Paris, wir sind den Parisern deshalb sehr dankbar, dass die Vertragsauflösung möglich wurde, ohne dass Geld gezahlt werden musste. Das wäre für uns auch nicht darstellbar gewesen."

Von dieser "Top-Verpflichtung" erhoffen sich Maas und Grings nun eine deutliche Signalwirkung bei den jetzt anstehenden Verhandlungen mit weiteren möglichen Neuzugängen: "Wir sind aktuell in guten Gesprächen und werden sicher in den nächsten Tagen weitere Abschlüsse vermelden können."

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