Am gestrigen Samstag um 14.44 Uhr durften Wuppertals Verantwortliche, Trainer und Spieler das Gefühl haben, alles richtig gemacht zu haben. Denn in diesem Moment waren sie erstmals Zweitligist, dank des 1:0-Führungstreffers von Mike Rietpietsch gegen Kickers Emden (44.). „Zwischendurch habe ich
wirklich gedacht, wir könnten es packen“, erklärte Wuppertals Manuel Bölstler.

WSV BORUSSIA – EMDEN 2:4 (1:0)/Umbruch statt Aufstieg

Jerat: "Am Ende ist uns der Sprit ausgegangen"

03. Juni 2007, 16:36 Uhr

Am gestrigen Samstag um 14.44 Uhr durften Wuppertals Verantwortliche, Trainer und Spieler das Gefühl haben, alles richtig gemacht zu haben. Denn in diesem Moment waren sie erstmals Zweitligist, dank des 1:0-Führungstreffers von Mike Rietpietsch gegen Kickers Emden (44.). „Zwischendurch habe ich
wirklich gedacht, wir könnten es packen“, erklärte Wuppertals Manuel Bölstler.

Das Hoch-Gefühl sollte sich
um 15.17 Uhr sogar noch steigern, als Tobias Damm den Ausgleich durch Radovan Vujanovic (54.) wettmachte und St. Pauli in Magdeburg in Führung ging. „Wir haben sehr viel investiert und sind daher verdient in Front gewesen“, analysierte WSV-Coach Wolfgang Jerat.

Doch dann drehten die Gäste auf, kamen durch Wojciech Pollock (71.), ein Eigentor von Michael Stuckmann (87.) und Vujanovic (90.) zu einem letztlich viel zu hohen 4:2-Erfolg. „Am Ende ist uns der Sprit ausgegangen“, befand Jerat. Sein Zusatz: „Man kann nur froh sein, dass Osnabrück noch gewonnen hat.“ Die spontanen Tränen mancher Akteure wie Rietpietsch sprachen andere Worte.

Nicht nur, weil der Aufstieg nie mehr so leicht wird, wie in diesem Jahr. Auch deshalb, weil das Team nun auseinander
zu fallen droht. Neben der Hängepartie um die Verlängerungen
mit Stammspielern wie Markus Ortlieb gibt es auch mehrere Leistungsträger, die trotz gültiger Verträge ihren Abgang
vorbereiten. Zwar gibt sich Jerat betont optimistisch: „Wenn wir das fortsetzen, was wir in den vergangenen sieben Wochen abgerufen haben, werden wir nicht noch einmal lange zittern müssen, sondern sind schon früher aufgestiegen.“ Doch auch er
weiß, dass diese Worte angesichts der anstehenden Kader-Umstrukturierung derzeit nicht mehr als ein frommer
Wunsch sind. Es ist kein Geheimnis: Die Mannschafts-Fahrt nach Mallorca, die vom heutigen Sonntag bis Dienstag stattfindet, wird für viele auch eine Abschieds-Tournee sein.

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