Party ohne Ende im und um das Wildparkstadion: Der Karlsruher SC ist neun Jahre nach dem Abstieg wieder in die Fußball-Bundesliga zurückgekehrt. Die Badener machten vor rund 30.000 euphorisch feiernden Fans durch ein 1:0 (0:0) gegen die SpVgg Unterhaching bereits am 31. Spieltag den Aufstieg in die Eliteklasse perfekt und haben gleichzeitig für einen Rekord in der Geschichte der eingleisigen 2. Liga gesorgt: Der KSC ist der erste Klub, der vom ersten bis zum letzten Spieltag auf einem Aufstiegsplatz stand. Trotz dieser neuen Bestmarke und des eigentlich schon seit Wochen absehbaren Aufstiegs müssen sich die Profis um den Schweizer Kapitän Mario Eggimann mit Manager Rolf Dohmen nach den Feierlichkeiten in dieser Woche noch einmal nüchtern an einen Tisch setzen. [i]Die Aufstiegsstory[/i]

KSC kehrt mit Rekord in die 1. Bundesliga zurück

Vom ersten Spieltag an auf einem Aufstiegsplatz

29. April 2007, 16:03 Uhr

Party ohne Ende im und um das Wildparkstadion: Der Karlsruher SC ist neun Jahre nach dem Abstieg wieder in die Fußball-Bundesliga zurückgekehrt. Die Badener machten vor rund 30.000 euphorisch feiernden Fans durch ein 1:0 (0:0) gegen die SpVgg Unterhaching bereits am 31. Spieltag den Aufstieg in die Eliteklasse perfekt und haben gleichzeitig für einen Rekord in der Geschichte der eingleisigen 2. Liga gesorgt: Der KSC ist der erste Klub, der vom ersten bis zum letzten Spieltag auf einem Aufstiegsplatz stand. Trotz dieser neuen Bestmarke und des eigentlich schon seit Wochen absehbaren Aufstiegs müssen sich die Profis um den Schweizer Kapitän Mario Eggimann mit Manager Rolf Dohmen nach den Feierlichkeiten in dieser Woche noch einmal nüchtern an einen Tisch setzen. [i]Die Aufstiegsstory[/i]

Bis jetzt hat es aus der Mannschaft noch keine Nachfrage wegen einer Aufstiegsprämie gegeben. Natürlich gibt es eine, aber gefragt hat noch keiner. Das ist sicher einmalig im deutschen Profifußball", erklärte Dohmen.

Nahezu einmalig ist auch die Erfolgsgeschichte der Karlsruher seit dem Amtsantritt von Trainer Edmund Becker am 13. Januar 2005. Erst rettete der frühere KSC-Profi das Team vor dem Abstieg in die Regionalliga, dann verpasste der 50-Jährige mit seiner Mannschaft im vergangenen Jahr knapp den Aufstieg in die Eliteklasse. Nun führte Becker den KSC souverän zurück in die Bundesliga und sorgte bei den Badenern für eine ähnliche Euphorie wie Mitte der 90er Jahre unter Coach Winfried Schäfer, dessen Schützlinge 1994 dank großartiger Leistungen bis ins Halbfinale des UEFA-Cups vorgestoßen waren.[imgbox-left]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/000/415-419_preview.jpeg KSC-Erfolgstrainer Ede Becker. (Foto: firo)[/imgbox]

Dabei wollte "Ede" Becker, der seit 1990 als Amateur- und Assitenztrainer beim KSC unter Vertrag stand, den Job des Cheftrainers eigentlich gar nicht übernehmen. Manager Dohmen musste all seine Überredungskünste aufwenden, um Becker aus der zweiten Reihe in die verantwortliche Position zu bringen. Die Berufung Beckers erwies sich als Glücksfall für den zuvor in zahlreiche Querelen verstrickten Klub. Nach der Entlassung Schäfers, dem Abstieg aus der Bundesliga im Jahr 1998 sowie dem tiefen Fall in die Regionalliga im Jahr 2000 war es Becker, der mit seinem Gespür für talentierte Eigengewächse das schlingernde KSC-Schiff wieder auf Kurs und mit einem Mini-Etat von 5,5 Millionen Euro zurück in die Bundesliga brachte.

Dieses Gespür wird Becker auch in der kommenden Saison beweisen müssen. Denn selbst in der Eliteklasse plant der Klub, der 1909 die deutsche Meisterschaft und 1955 sowie 1956 den DFB-Pokal erringen konnte, mit einem vergleichsweise kleinen Etat in Höhe von 13 Millionen Euro. Zudem muss der KSC den Abgang seines Stürmerstars Giovanni Federico zu Borussia Dortmund verkraften. Allerdings war der Verein bereits auf dem Transfermarkt aktiv und hat Christian Timm (SpVgg Greuther Fürth), Christopher Reinhard (Eintracht Frankfurt) sowie Stefan Buck (SpVgg Unterhaching) verpflichtet. Sollte der KSC im Aufstiegsjahr in der Bundesliga bestehen, blühen den Karlsruhern auch finanziell rosigere Zeiten. Nach der kommenden Saison wird mit dem Stadionneubau begonnen, der den altehrwürdigen Wildpark in eine reine Fußball-Arena moderner Prägung verwandeln soll.

Autor:

Kommentieren