Die Erkenschwicker Gefühlswelt ist in diesen Tagen etwas aus den Fugen geraten. Denn zwei Siege hintereinander sind selbst für die eingefleischsten

ERKENSCHWICK: Pannenbeckers ungewisse Zukunft

Kader soll bis Ende März stehen

01. März 2007, 21:15 Uhr

Die Erkenschwicker Gefühlswelt ist in diesen Tagen etwas aus den Fugen geraten. Denn zwei Siege hintereinander sind selbst für die eingefleischsten "Schwicker" ein längst vergessen geglaubtes Erlebnis. "Mit dem Start muss man zufrieden sein", hat auch Michael Pannenbecker das doppelte Dreier-Erlebnis etwas durcheinander gebracht.

Der Sportliche Leiter der Spielvereinigung erklärt: "Gegen Herne hatten wir uns mehr ausgerechnet, aber sechs Punkte aus drei Partien sind schon okay. Es war aber auch notwendig. So sind wir wieder im Geschehen."

Und der jüngste Aufwärtstrend beschert dem Funktionär auch Rückenwind für die anstehenden Vertragsgespräche. "Bis Ende März soll der Kader für die kommende Saison stehen", hat sich Pannenbecker einen klaren Zeitrahmen gesetzt. Bevor die Gespräche mit externen Akteuren zum Abschluss gebracht werden, will er aber zuerst mit seinen aktuellen Kickern über die Zukunft sprechen. "Ein Großteil hat noch Kontrakte bis 2009", berichtet der ehemalige Trainer.

Während Mirko Mustroph (Westfalia Herne) und Marcel Althaus (steht mit seinem Ex-Club DSC Wanne-Eickel in Kontakt) bereits als Abgänger feststehen, hat er die Arbeitsverhältnisse mit Dennis Warnke und Arek Grad (RS berichtete) bereits verlängert. Damit stehen nur noch zwei Gespräche aus, mit Lasse Fischer-Riepe und Philipp Kasperidus. "Ich habe mich bereits mit beiden unterhalten und habe ein gutes Gefühl, dass sie bei uns bleiben werden", ist Pannenbecker optimistisch. Würde das besagte Duo ebenfalls zusagen, steht lediglich noch Sven-Ole Lemke auf der Liste. "Bei ihm gibt es allerdings eine Sondervereinbarung", macht Pannenbecker deutlich.

"Er ist zurzeit in seinem Studium sehr eingespannt, deshalb werde ich ihn erst in drei oder vier Wochen befragen." Das stört den Ex-Torwart aber überhaupt nicht, denn "auch wenn es überheblich klingt, wir haben einen guten Kader, den wir nur noch punktuell verstärken müssen".
Während sich Pannenbecker intensiv um die Zukunft der Erkenschwicker kümmert, ist seine eigene vollkommen ungewiss, denn sein Vertrag läuft im Sommer aus. "Ich werde mich mit den Verantwortlichen mal an einen Tisch setzen, aber meine Personalie spielt im Moment noch gar keine Rolle", will sich Pannenbecker zu keiner tendenziellen Aussage hinreißen lassen.

Eine Prognose wagt er allerdings sportlich: "Wenn wir jetzt gegen einen Gegner wie Schalke II, bei dem man eigentlich mit nichts rechnet, punktet, wäre es fantastisch. Selbst die Schalke A-Jugend hat eine gute Truppe, aber aufgrund der personellen Situation beim S04 sind unsere Chancen gestiegen. Dort haben wir bisher immer klar verloren, noch nie etwas geholt. Das muss sich ändern." Damit die Gefühle erneut verrückt spielen ...

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