In Sonsbeck reibt man sich verwundert die Augen.

SV SONSBECK - Mewes wie Mainz

tr
23. Juni 2004, 12:15 Uhr

In Sonsbeck reibt man sich verwundert die Augen. "Wir sind in die Verbandsliga aufgestiegen" können die Verantwortlichen den größten Erfolg der Vereins-Geschichte immer noch nicht fassen.

In Sonsbeck reibt man sich verwundert die Augen. "Wir sind in die Verbandsliga aufgestiegen" können die Verantwortlichen den größten Erfolg der Vereins-Geschichte immer noch nicht fassen. "Da muss erst einer aus dem Kohlenpott kommen, damit es funktioniert. Im Kreis Moers ist man ruhiger. Dann komme ich mit meiner großen Klappe. Das passt", erklärt SV-Trainer Georg Mewes das Erfolgs-Rezept. "Wir hatten den kleinsten Etat und wollten eigentlich nur die Klasse halten. Aber wir haben die letzten sieben Spiele in Folge gewonnen und nun sind wir da."

Doch der Verein ist noch nicht mitgewachsen. "Wir sind klarer Außenseiter", weiß Mewes, der in seine 25. Saison als Coach geht. "Die Verbandsliga-Niederrhein ist meine Heimatliga. Mit Adler Osterfeld und TuRu Düsseldorf bin ich schon zwei Mal aufgestiegen. Jetzt mischen wir die Klasse mit einer besseren Jugend-Truppe auf." An Selbstvertrauen mangelt es dem 58-Jährigen nicht. Zwar hat der SV mit Jürgen Wraniek einen der wenigen Routiniers an den VfB Homberg verloren, aber "wir haben vier Mann aus der A-Jugend dazu bekommen", arbeitet Mewes gerne mit dem Nachwuchs.

Wer jetzt denkt, dass es Sonsbeck ähnlich ergehen wird wie dem SV Bottrop, erhält einen Rüffel. "Nix da. Wir sind nicht so eine Hammerwerfer-Truppe. Zum einen bestehen wir nicht aus Legionären. Acht Stammspieler kommen direkt aus dem Ort", weiß Mewes. "Zum anderen werden wir richtig Gas geben." Ziel: Klassenerhalt. "Wenn es nicht klappt, haben wir wenigsten schöne Erfahrungen gesammelt", wäre Mewes bei der Verfehlung nicht enttäuscht. "Wir sind wie Mainz 05, wollen Spaß haben und überraschen." Das Erfolgs-Rezept für seine blutjungen Hüpfer: "Die anderen haben auch nur zwei Beine und ein Geschlechtsteil. Nicht anders als bei uns."

Autor: tr

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