Der Schiedsrichter-Skandal beherrscht die Medien, sorgte natürlich auch im Amateur-Fußball für Diskussions-Stoff. Nach dem sich Sodingens Coach Jürgen Wellmann via RS konkret zum Wett-Betrug äußerte, erhält der Ex-Profi nun breite Unterstützung:

"Es gibt Spiele, die man niemals gewinnen kann!"

08. Februar 2005, 11:46 Uhr

Der Schiedsrichter-Skandal beherrscht die Medien, sorgte natürlich auch im Amateur-Fußball für Diskussions-Stoff. Nach dem sich Sodingens Coach Jürgen Wellmann via RS konkret zum Wett-Betrug äußerte, erhält der Ex-Profi nun breite Unterstützung: "Herr Wellmann hat mit seinen Aussagen nicht Unrecht", stimmt Oestrichs Trainer Oliver Ruhnert zu: "Schiebung hat es schon immer gegeben und so wird es auch bleiben."

OESTRICH: Ruhnert verurteilt Schiri-Gilde nicht, aber:
"Es gibt Spiele, die man niemals gewinnen kann!"

Der Schiedsrichter-Skandal beherrscht die Medien, sorgte natürlich auch im Amateur-Fußball für Diskussions-Stoff. Nach dem sich Sodingens Coach Jürgen Wellmann via RS konkret zum Wett-Betrug äußerte, erhält der Ex-Profi nun breite Unterstützung: "Herr Wellmann hat mit seinen Aussagen nicht Unrecht", stimmt Oestrichs Trainer Oliver Ruhnert zu: "Schiebung hat es schon immer gegeben und so wird es auch bleiben."

Ruhnert unterstreicht seine Meinung: "Es gibt Spiele, die man niemals gewinnen kann. Die Unparteiischen gehen teilweise voreingenommen in ein Match." Vor zwei Jahren machte der 32-Jährige selbst die Erfahrung, völlig aussichtslos zu sein. "Damals gegen Kornharpen", erinnert sich Ruhnert: "Wir konnten machen, was wir wollten, wären nicht als Sieger vom Platz gegangen. Der Schiri hat dann sogar noch zwei Elfer für die gepfiffen, damit war die Partie gegessen."

Aber Ruhnert macht klar, dass "es sich hier um Einzelfälle handelt. Größtenteils sind die Leistungen der Referees gut. Es ist ein Fehler, jetzt die ganze Gilde zu verurteilen." Grund für die "schwarzen Schafe": "Es ist die menschliche Schwäche, die man niemals in den Griff bekommen wird. Entweder man hat Charakter oder nicht. Es wird aber immer Leute geben, die dem Lockruf des Geldes verfallen."

Aber den Coach plagen zurzeit noch ganz andere Sorgen. Die Testpartien haben Spuren hinterlassen. Christian Spielmann zog sich im Match gegen Kornharpen, dieses Mal verlief alles glatt, eine Bänderverletzung im Sprunggelenk zu. "Wie schwer die Blessur ist, wird sich erst noch herausstellen", zuckt Ruhnert mit den Schultern, geht aber von einer rund vierwöchigen Auszeit aus. Gleiches gilt für André Juchum (Leisten-Beschwerden) und Keeper Serjoscha Huff. "Er hat seit Monaten Probleme mit seinem Ellbogen, wird wahrscheinlich operiert", muss Ruhnert zum Auftakt gleich auf drei Stammspieler verzichten: "Das ist sehr bitter, aber die Jungs aus dem zweiten Glied haben schon sehr gute Ansätze gezeigt", macht sich Ruhnert um sein Personal, aber nicht über die Lizenz-Erteilung Gedanken: "In der vergangenen Serie haben wir sie zunächst nicht bekommen, da eine angebliche Fristversäumnis vorlag. Im Nachhinein erhielten wir sie dann ohne Auflagen. Davon gehe ich auch in der aktuellen Saison aus." tr

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