Auch bei HSV-Nachbar Westfalia Rhynern dreht sich seit dem Rücktritt von Jörg Schmitz das Trainer-Karussell. „Co” Jörg Kotzan, der die Truppe am Sonntag beim 1:1 in Enger betreute, ist einer von mehreren Kandidaten am „Papenloh”, will aber selbst nicht erste Wahl sein.

RHYNERN: Nachfolger von Jörg Schmitz bis Januar

hb
20. Dezember 2005, 12:10 Uhr

Auch bei HSV-Nachbar Westfalia Rhynern dreht sich seit dem Rücktritt von Jörg Schmitz das Trainer-Karussell. „Co” Jörg Kotzan, der die Truppe am Sonntag beim 1:1 in Enger betreute, ist einer von mehreren Kandidaten am „Papenloh”, will aber selbst nicht erste Wahl sein.

Auch bei HSV-Nachbar Westfalia Rhynern dreht sich seit dem Rücktritt von Jörg Schmitz das Trainer-Karussell. „Co” Jörg Kotzan, der die Truppe am Sonntag beim 1:1 in Enger betreute, ist einer von mehreren Kandidaten am „Papenloh”, will aber selbst nicht erste Wahl sein.

„Ich habe keine Ambitionen auf den Chef-Posten und kein Problem damit, im nächsten Jahr wieder ins zweite Glied zu rücken”, winkt der frühere Westfalia-Spieler ab.

Anfang Januar nämlich wollen die Westfalen den künftigen Coach präsentieren. Erste Anwärter sind Manfred Balcerzak, der gerade bei der Spielvereinigung absagte, und der ehemalige Lippstädter Alfons Beckstedde. Beide erfüllen das Anforderungsprofil des Vereins, das Vorstands-Mitglied Klaus Niehörster so umreißt: „Der neue Mann sollte in der Verbandsliga zu Hause sein und sich hier im Umfeld auskennen.”

Und vor allem soll er die zuletzt schwächelnde Truppe wieder auf Kurs bringen. „In der letzten Saison waren wir aufgrund einer tollen Rückrunde, in der wir elf von 13 Spielen gewonnen haben, Vierter. Jetzt eiern wir im Mittelfeld herum”, macht Niehörster klar und peilt in den ehrgeizigen Plänen sogar einen Oberliga-Aufstieg 2007 an. „Wir wollen uns kontinuierlich verbessern, die personellen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind bei uns gegeben”, betont der selbständige Kaufmann.

Seit der Demission von Schmitz sind auf der Geschäftsstelle in Rhynern zahlreiche schriftliche Bewerbungen eingegangen. Ein Absender ist der frühere Dülmener und Hasseler Michael Schrank, dessen Vorgehensweise nicht von vorn herein zum Scheitern verurteilt ist. „Wir haben einen Arbeitsmarkt, bei dem Flexibilität gefragt ist. Davon bleibt auch das Fußball-Geschäft nicht unberührt”, weiß Niehörster, dass es mehr vereinslose Trainer als offene Stellen gibt.

Eine Überlegung war auch, Routinier Uwe Grauer zum Spielertrainer zu befördern. Doch der ehemalige Wattenscheider scheidet aus beruflichen Gründen für diesen Posten aus. „Wir haben ein junges Team mit einem Alters-Durchschnitt von gerade einmal 25 Jahren. Das Potenzial der Truppe ist vorhanden, muss aber vielleicht von einem erfahrenen Trainer richtig ausgeschöpft werden”, überlegt Niehörster.

Bis Anfang Januar wird die Liste der Anwärter selektiert, sodass zum Trainingsauftakt Mitte Januar der neue Coach auf dem Platz stehen wird. Dieser soll keinesfalls als Übergangslösung bis zum Saisonende fungieren, sondern sein Amt für zunächst eineinhalb Jahre antreten.

Autor: hb

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