Wieder einmal beherrschte der TuS Eving-Lindenhorst in den letzten Tagen die Schlagzeilen. Nicht wegen der sportlichen Leistungen nach dem Wiederbeginn der Liga - die waren mit einem Punkt aus drei Spielen dürftig. Der Verein äußerte sich stattdessen mal wieder in der Trainerfrage und stellte einen neuen Coach für die kommende Spielzeit. Karsten Gowik, erst vor wenigen Wochen bei BG Schwerin unschön aus dem Amt gedrängt, übernimmt im Sommer beim Dortmunder Traditionsverein und bringt seinen Assistenten Peter Wongrowitz gleich mit. Im Interview spricht er über seine Ziele mit dem TuS.

Landesliga 3 Westfalen: Im Interview Karsten Gowik (in der nächsten Saison Trainer des TuS Eving-Lindenhorst)

"Wir beobachten die Mannschaft ohne Vorurteile"

Felix Guth
20. Februar 2007, 15:55 Uhr

Wieder einmal beherrschte der TuS Eving-Lindenhorst in den letzten Tagen die Schlagzeilen. Nicht wegen der sportlichen Leistungen nach dem Wiederbeginn der Liga - die waren mit einem Punkt aus drei Spielen dürftig. Der Verein äußerte sich stattdessen mal wieder in der Trainerfrage und stellte einen neuen Coach für die kommende Spielzeit. Karsten Gowik, erst vor wenigen Wochen bei BG Schwerin unschön aus dem Amt gedrängt, übernimmt im Sommer beim Dortmunder Traditionsverein und bringt seinen Assistenten Peter Wongrowitz gleich mit. Im Interview spricht er über seine Ziele mit dem TuS.

revierkick.de:Wie kam der Kontakt mit Eving zustande?

Gowik: "Nachdem die Sache in Schwerin schnell zu Ende war, ist der Evinger Vorstand auf mich und Peter Wongrowitz zugekommen und hat angefragt. Ich freue mich auf diese Aufgabe und die Landesliga ist schon eine Herausforderung. Wir haben ja jetzt Zeit, die nächste Saison genau zu planen."
revierkick.de:Ist die Aufgabe in Eving eine Genugtuung für das unschöne Ende in Schwerin?
Gowik: "Nein, absolut nicht, ich hätte persönlich sehr gerne in Schwerin weitergemacht. Das ist mein Stammverein, da hängt mein Herz dran. Und in meinen Augen war die Entwicklung der letzten Jahre auch absolut positiv."

revierkick.de Wie gehen Sie die Planungen in Eving an?

Gowik: "Wir müssen uns jetzt erst einmal ein Bild von der Mannschaft machen und die Spieler genau beobachten. Erst dann können wir sehen, wo Handlungsbedarf besteht. Wir gehen dabei ohne Vorurteile und völlg wertfrei in diese Beobachtungen und lassen uns von den Diskussionen der letzten Wochen nicht beeinflussen."

revierkick.de:Hat der Vorstand in den Vertragsgesprächen angedeutet, wohin der Weg im kommenden Jahr gehen soll?

Gowik:"Man hat hier in Eving einiges vor. Klar ist, dass es einen Umbruch geben wird. Unsere Aufgabe wird es sein, verstärkt junge Spieler einzubauen. Schneller Erfolg wäre schön, aber man kann nicht davon ausgehen, dass der Aufstieg sofort klappt. Ich sehe das eher als eine längerfristige Sache, die auf zwei bis drei Jahre ausgelegt ist."
[infobox-right]Zur Person:

Karsten Gowik (35) stand zuletzt vier Jahre bei BG Schwerin in der Verantwortung - erst als Spielertrainer, dann als Spieler und zuletzt wieder als Coach. Seine erste Trainerstation war A-Ligist Wacker Obercastrop. Als Spieler schien Gowik einige Zeit lang auf dem Weg zu einer Profi-Karriere und hatte einen Lizenzspielervertrag beim VfL Bochum bereits in der Tasche. Doch die Träume zerschlugen sich, seine besten Zeiten verlebte Gowik in der Oberliga, wo er unter anderem für RW Oberhausen und den VfR Sölde am Ball war.[/infobox]

revierkick.de:Wie ist das mit den hohen Ansprüchen beim TuS zu vereinbaren?

Gowik:"Wir können für die Erwartungshaltung der letzten Jahre ja nichts. Dann müssen die Ansprüche vielleicht etwas zurückgeschraubt werden. Ziele kann ich ohnehin erst formulieren, wenn die Mannschaft feststeht. Und das zieht sich ja meistens bis zum letzten Transfer-Stichtag hin."

revierkick.de:Wie wird die Zusammenarbeit mit Peter Wongrowitz genau aussehen?

Gowik: "Ich bin der hauptamtliche Trainer, aber er kommt dazu und hilft mit, sofern es seine Zeit zulässt. Er ist ja als Scout beim BVB immer sehr viel unterwegs. Wir sprechen aber immer viel miteinander und ich glaube die Entwicklung in Schwerin, bestätigt uns in unserer Zusammenarbeit."

Autor: Felix Guth

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