Während sich Fortuna Düsseldorf immer mehr in der Spitzengruppe festsetzen konnte, schaute ein Rot-Weißer nur zu:

DÜSSELDORF: Feinbier beschäftigt Sturmproblem

kru
15. Dezember 2006, 10:47 Uhr

Während sich Fortuna Düsseldorf immer mehr in der Spitzengruppe festsetzen konnte, schaute ein Rot-Weißer nur zu:

Während sich Fortuna Düsseldorf immer mehr in der Spitzengruppe festsetzen konnte, schaute ein Rot-Weißer nur zu: Sturm-Routinier Markus Feinbier, der sich seit Wochen mit einer Knieverletzung herumplagt. "Ich bin auf dem Weg der Besserung", nickt Feinbier. "Meine Wehwehchen sind weg, jetzt geht es nur noch darum, in der Reha die Muskulatur wieder aufzubauen." Bedeutet, dass der Angreifer im Gegensatz zu seinen Kollegen nun keine Pause genießen kann. "Ich habe noch 16 Einheiten vor mir, dann kann ich wieder ins Mannschaftstraining einsteigen", erklärt der ehemalige Fürther, der nebenbei noch umgezogen ist. "Wir haben nun ein Haus in Langenfeld bezogen. Meine Frau kommt aus Leverkusen, deshalb haben wir eine Einigung in der Mitte gefunden."

Mit der Hinrunde ist Feinbier trotz der zuletzt schwachen Auftritte zufrieden: "Wir hatten zwischendurch einen sehr guten Lauf, in dem wir auch sehr dominant aufgetreten sind. Doch immer wieder haben wir es versäumt, die Big Points zu landen. Einige Male hatten wir die Chance, uns drei, vier Punkte abzusetzen, doch haben sie nicht genutzt. Dann verliert man plötzlich ein Match in Ahlen und ist nur noch Vierter." Sein Zusatz: "Daran sieht man, wie stark und ausgeglichen die Liga ist und wie eng es zugeht."

Nicht nur deshalb, sondern auch wegen seines geplanten Comebacks schaut Feinbier schon Richtung erste Partie gegen den VfL Osnabrück: "Das ist mein Ziel. Zudem müssen wir dann unbedingt einen Dreier einfahren, damit wir eine Woche später, wenn wir spielfrei sind, nicht plötzlich an Boden verlieren."
Ein Thema, mit dem sich der Kapitän neben seiner Aufbauphase beschäftigt, ist das Sturmproblem der Fortunen. "Wir haben schon vor der Saison gesagt, dass wir nochmal nachlegen müssen. Yusuf-Muri Adewunmi ist nicht der Knipser, Ivan Pusic braucht ebenfalls noch seine Zeit", nimmt Feinbier die Talente in Schutz. "Wir müssen noch jemanden holen, da gibt es kein Vertun. Man sieht auch an meiner Person, wie schnell man sich verletzt. Und für solche Situationen braucht man Alternativen."

Aber auch der "Oldie" weiß, wie schwer die Suche nach einem echten Goalgetter ist. "Ich möchte jetzt nicht in der Haut des Trainers stecken. Er wird mit seinen Kollegen rotieren wie ein Weltmeister, weil es nicht einfach ist, jemanden zu finden, der zum einen ins Spielsystem passt und zudem charakterlich einwandfrei ist." Ein möglicher Name ist Ahmet Kuru von Eintracht Braunschweig. Außerdem wäre es fahrlässig, nicht den Blick zum VfL Bochum und FC Schalke 04 zu wagen, wo die Jungsprofis Thomas Rathgeber und Alexander Baumjohann wechselwillig schlummern. Vielleicht sichtet Coach Uwe Weidemann sogar jemanden während seines Peru-Urlaubs.

Autor: kru

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