Der MSV Duisburg hat die Seuche am Fuß. Erst verletzte sich Kapitän Srdjan Baljak an der Wade. Doch mit Julian Koch stand ein ebenbürtiger Ersatz zur Verfügung.

MSV: Kapitän

Hübner: "Mache das nicht lange mit"

21. April 2011, 12:17 Uhr

Der MSV Duisburg hat die Seuche am Fuß. Erst verletzte sich Kapitän Srdjan Baljak an der Wade. Doch mit Julian Koch stand ein ebenbürtiger Ersatz zur Verfügung.

Wenngleich die Leihgabe von Borussia Dortmund damals erst 19 Jahre alt war, machte der Vizekapitän einen richtig guten Job und vertrat „Baki“ gebührend. Dennoch war man bei den Zebras erleichtert, als der Serbe am 21. Spieltag wieder ins Team zurückkehrte, denn so standen gleich zwei Führungskräfte auf dem Platz. Doch im Derby gegen Rot-Weiß Oberhausen zog sich Koch einen Außenbandriss im rechten Knie zu und muss seither passen. Auch für ihn führte Baljak kurze Zeit später seine Mannschaft gegen Cottbus ins DFB-Pokalfinale und freute sich wie ein kleines Kind auf das Endspiel in Berlin.

Doch seit vergangenem Wochenende ist das für ihn passé. Mit einem Kreuz- und Außenbandriss fällt der 32-Jährige mehrere Monate aus. Ein Glück ist da noch Olivier Veigneau, der Ersatzkapitän des Ersatzkapitäns, der die Mannschaft nun am Montag gegen Hertha BSC Berlin auf den Platz führen wird. Allerdings hätte der 26-Jährige gerne auf sein Amt verzichtet. „Natürlich freut es mich“, sagt Veigneau bescheiden, „aber mir wäre es lieber gewesen, wenn sich die beiden nicht verletzt hätten.“

Veigneau ist sich über seine Zukunft unschlüssig

Jetzt nimmt er seine Aufgabe an und möchte mit den restlichen Zebras ein gutes Spiel abliefern. Dabei spürt er keinen zusätzlichen Druck auf seinen Schultern lasten. „Natürlich bin ich ein Vorbild als Kapitän, aber ich bin ein Spieler von elf, ob mit Binde oder ohne. Ich werde meine Leistung bringen, wie sonst auch.“ Der Franzose ist von der Qualität der Mannschaft auch weiterhin überzeugt. „Es wäre schön, wenn wir die Leistung aus dem Hinspiel auch wieder abrufen können.“ Die Zebras haben seiner Meinung nach gegen die Herthaner nichts zu verlieren und können gegen den Aufstiegsaspiranten frei aufspielen.

Veigneau fühlt sich bei den Zebras wohl und ist, wie Trainer Milan Sasic weiß, „in der Mannschaft beliebt und akzeptiert.“ Vielleicht fällt es dem Außenverteidiger gerade deshalb so schwer, sich über seine Zukunft, die möglicherweise nicht in Duisburg weitergehen wird, Gedanken zu machen und eine Entscheidung zu treffen. „Ich möchte so hoch wie möglich spielen“, sagt der 1,74 Meter-Mann, der bisher noch keine Angebote von anderen Vereinen hat. Trotzdem hat er die 15Tage Entscheidungsfrist, die ihm Manager Bruno Hübner zugesagt hatte, inzwischen längst überschritten. „Ich werde das Spiel nicht unendlich mitmachen“, offenbart der Sportdirektor. „Wenn er sich nicht bald entscheidet, dann müssen wir uns anderweitig umschauen.“

Verabschieden könnte sich Veigneau, der seit 2008 in Duisburg ist, als Spielführer der Pokalsiegermannschaft. „Das ist eine große Ehre für mich, meine ganze Familie wird da sein und ich repräsentiere die Mannschaft. Aber ich hätte lieber als normaler Spieler auf dem Platz gestanden.“

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