Vier Niederlagen in Folge hagelte es zuletzt für die Fortuna, auch die Rückkehr von Publikumsliebling und Kämpfernatur Axel Bellinghausen brachte gegen den HSV und den FC St. Pauli keine Punkte-Wende.

DÜSSELDORF: Bellinghausen : "Leuten nicht ins Gesicht lügen"

cb
08. Oktober 2004, 11:44 Uhr

Vier Niederlagen in Folge hagelte es zuletzt für die Fortuna, auch die Rückkehr von Publikumsliebling und Kämpfernatur Axel Bellinghausen brachte gegen den HSV und den FC St. Pauli keine Punkte-Wende.

Vier Niederlagen in Folge hagelte es zuletzt für die Fortuna, auch die Rückkehr von Publikumsliebling und Kämpfernatur Axel Bellinghausen brachte gegen den HSV und den FC St. Pauli keine Punkte-Wende. Nach der "Kiez-Klatsche" am letzten Samstag war Bellinghausen einer derjenigen, die sich nach den 90 Minuten dem Fan-Frust am Zaun stellten. "Ich kann den Ärger der Anhänger ja verstehen", erklärt der Linksfuß, "die fahren lange Strecken und wollen dann auch etwas sehen. Ich habe auch nichts schöngeredet, man kann den Leuten ja nicht ins Gesicht lügen."
Es folgt der Appell: "Wir müssen schnell wieder unten raus kommen. Es geht aber nur zusammen, wir brauchen die Unterstützung." Warum die Mannschaft zuletzt nicht überzeugen konnte, entzieht sich der Kenntnis des Youngsters. "Ich dachte, die Einstellung wäre da, auch wenn drei Niederlagen in Folge nicht spurlos an der Elf vorüber gehen. Aber vor 19000 Zuschauer am Millerntor muss der Anreiz von alleine da sein. Jetzt müssen wir den Samstag einfach nur vergessen."
Und nach vorne schauen. Bellinghausen: "Am Sonntag gab es eine Aussprache mit dem Trainer. Mit Blick auf die Tabelle wissen wir alle, es muss jetzt anders werden. Ich bin ganz sicher, alle haben jetzt verstanden, um was es geht." Ein Punkt, den es anzustreben gilt, ist die Kontinuität: "Es gibt gute und weniger gute Mannschaften. Die richtig guten zeichnen sich durch eine gewisse Konstanz aus, die wir noch in unsere Leistungen bekommen müssen."
Bis zum nächsten Liga-Auftritt sind es noch neun Tage, die der Außenkicker nutzen will. "Wir müssen alle näher zusammen rücken. Wir stehen auf einem Abstiegs-Platz, haben zudem ein Match mehr. Da kann keiner alleine raus, alle sind gefordert."
Denn Bellinghausen betont: "Natürlich ist in einer solchen Situation nicht alles eitel Sonnenschein, aber noch ist doch nichts verloren. Es war klar, es wird keine leichte Spielzeit. Aber ich bin überzeugt, wir kommen wieder."
Der ehemalige Leverkusener erinnert an den Vereins-Plan. "Die Vorgabe lautete, wir sollen versuchen, in drei Jahren in der zweiten Liga zu sein. Aktuell befinden wir ums im zweiten Jahr." Voraussetzung für die Kehrtwende in die richtige Richtung: Alle gehen mit der Leidenschaft zu Werke, die Bellinghausen an den Tag legt. In den drei Auftritten nach seiner Verletzung wurde der 21-Jährige zusammen mit Andreas Lambertz und Marcel Ndjeng für die Einsatzbereitschaft von Trainer Massimo Morales gelobt. Der Kicker wiederholt sich: "Zählt nicht. Wichtig ist, wir müssen zusammen Erfolg haben. Jeder muss sich dafür hinterfragen, ich fange gerne bei mir an."

Autor: cb

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