Der Komödienstadl bei 1860 München geht nach einem blamablen Abend unvermittelt weiter.

Komödienstadl bei 1860 München geht weiter

24. Oktober 2006, 11:14 Uhr

Der Komödienstadl bei 1860 München geht nach einem blamablen Abend unvermittelt weiter.

Der Komödienstadl bei 1860 München geht nach einem blamablen Abend unvermittelt weiter. Die mit großer Spannung erwartete Delegiertenversammlung des Fußball-Zweitligisten geriet am Montag wegen eines peinlichen Formfehlers zu einem Debakel. Weil die Einladungen nicht rechtzeitig verschickt worden waren, konnte keine rechtswirksame Entscheidung getroffen werden. Damit musste die Wahl eines neuen Aufsichtsrats bis zu einer weiteren, außerordentlichen Delegiertenversammlung in vier bis fünf Wochen verschoben werden.

Seit Wochen tobt um 1860 München eine Art Glaubenskrieg um die neue Vereinsführung. Der amtierende `Löwen´-Präsident Alfred Lehner will sich im kommenden März zurückziehen, seinen Nachfolger bestimmt der Aufsichtsrat. Dessen neun Mitglieder wiederum müssen jedoch von der Delegiertenversammlung gewählt wählen. Dort verfügt derzeit die Fan-Initiative `Pro 1860´ über die Mehrheit der 228 Stimmen. `Pro 1860´ will den früheren `Löwen´-Trainer Karsten Wettberg als neuen Präsidenten und zuvor dessen Aufsichtsratkandidaten durchsetzen.

Trotz des Formfehlers hätte der TSV 1860 um eine weitere Blamage herumkommen können. Wären die 228 Delegierten oder ihre Stellvertreter vollzählig zu der Versammlung in der Allianz-Arena erschienen, hätte zunächst die Rechtmäßigkeit aller Entscheidungen beschlossen werden können. Allerdings waren nur 208 Delegierte und 17 Ersatzleute anwesend. Es fehlten die Vertreter der Abteilungen Tennis (2) und Wassersport (1).

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