Nachdem die erste Verhandlungsrunde zwischen Deportivo La Coruna und Bayern München gescheitert ist, drängt nun Roy Makaay selbst darauf, aus der galizischen Provinz in die bayerische Hauptstadt wechseln zu dürfen.

Makaay drängt auf Wechsel nach München

er
12. Juli 2003, 21:59 Uhr

Nachdem die erste Verhandlungsrunde zwischen Deportivo La Coruna und Bayern München gescheitert ist, drängt nun Roy Makaay selbst darauf, aus der galizischen Provinz in die bayerische Hauptstadt wechseln zu dürfen.

Die erste Verhandlungsrunde zwischen Deportivo La Coruna und dem FC Bayern München um die Dienste von Roy Makaay ist zwar gescheitert, ein Wechsel des niederländischen Topstürmers an die Isar scheint indes aber noch nicht vom Tisch.

Nun hat sich nämlich das "Objekt der Begierde" selbst zu Wort gemeldet und einen Tapetenwechsel aus der galizischen Provinz in die bayerische Hauptstadt eingefordert. "Nach Real Madrid ist der FC Bayern der größte Klub Europas. Ich habe schon mehrmals betont, dass ich nicht bei Deportivo bleiben will. Jetzt, wo ich in einer der weltbesten Mannschaften spielen kann, will ich mir die Chance nicht entgehen lassen", sagte der niederländische Nationalspieler der Sportzeitung Marca: "Ich will hier weg, und ich bin sicher, dass man eine Lösung finden wird, die beiden Seiten entgegenkommt."

Hoeneß bleibt weiter skeptisch

Makaay befindet sich derzeit mit seiner Familie im Urlaub in den Niederlanden. Zuvor hatte sich Bayern-Manager Uli Hoeneß nach einem Gipfelgespräch in Madrid mit Präsident Augusto Lendoiro skeptisch über den Transfer geäußert. "Wir haben ein verbessertes Angebot gemacht und gesagt, wir wollen bis nächste Woche eine Entscheidung haben. So oder so. Aber der Präsident hat uns wenig Hoffnung gemacht", berichtete Hoeneß. Lendoiro habe sich einige Tage Bedenkzeit erbeten, um zu prüfen, "ob noch ein anderer Verein bar bezahlen kann. Wenn dem so ist, dann denke ich nicht, dass Makaay kommt", sagte Hoeneß. Auch Lendoiro selbst gab sich skeptisch: "Das Angebot der Bayern ist sehr weit weg von den Zahlen, die wir genannt haben."

Bayern bietet bis zu 18 Millionen, "Depo" will 25 Millionen Euro

Der FC Bayern ist bereit, bis zu 15 Millionen Euro für den Torschützenkönig der Primera Division (29 Treffer) zu zahlen. Der finanziell angeschlagene galizische Klub soll dagegen mindestens 10 Millionen Euro mehr fordern. Nach Informationen der TZ haben die Münchner ihr Angebot auf 18 Millionen Euro nachgebessert. "Über dieses Angebot wird nicht mehr diskutiert. Wir sind nicht im Basar und handeln mit 500.000 Euro hin oder her", sagte Hoeneß."

Wenn sich die Vereine doch noch über die Ablösesumme einigen, stünde dem Transfer nichts mehr im Wege. Der FC Valencia und der FC Barcelona, die ebenfalls ihr Interesse an Makaay bekundet hatten, waren schon vorher aus dem Poker ausgestiegen. Rummenigge hatte bereits vergangene Woche erklärt, dass sich der FC Bayern mit dem Spieler einig sei.

Autor: er

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