Dass beim MSV Duisburg auch „schwierige Personalien“ angepackt werden, ist bereits bekannt. Mit Razundara Tjikuzu bekommt Trainer Norbert Meier wieder eine echte Herausforderung, der Namibier fiel zuletzt bei Hansa Rostock in Ungnade.

MSV: Tjikuzu unterschrieb für drei Jahre

15. April 2005, 10:30 Uhr

Dass beim MSV Duisburg auch „schwierige Personalien“ angepackt werden, ist bereits bekannt. Mit Razundara Tjikuzu bekommt Trainer Norbert Meier wieder eine echte Herausforderung, der Namibier fiel zuletzt bei Hansa Rostock in Ungnade.

Duisburg (RS).Dass beim MSV Duisburg auch „schwierige Personalien“ angepackt werden, ist bereits bekannt. Mit Razundara Tjikuzu bekommt Trainer Norbert Meier wieder eine echte Herausforderung, der Namibier fiel zuletzt bei Hansa Rostock in Ungnade. Dem Defensiv-Mann wurde mangelnde Berufs-Einstellung vorgehalten, das Intermezzo in Mecklenburg-Vorpommern endete mit dem vorzeitigen Rauswurf inklusive medialer Schlammschlacht.

Ab Sommer ist Tjikuzu Duisburger, der 25-Jährige unterzeichnete einen Kontrakt bis zum 30. Juni 2008. Walter Hellmich, Chef der Zebras, freut sich auf den neuen Mann: "Für uns war Tjikuzu trotz der Vorkommnisse in Rostock interessant. Wichtig ist natürlich, dass so ein Spieler richtig integriert wird, aber das kriegen wir hin.“ Hellmich verspricht: „Wir beheben die Dinge, die vorher vorgefallen sind.“ Coach Norbert Meier ist vom ehemaligen Bremer überzeugt, am vergangenen Donnerstag fand das erste Treffen mit Tjikuzu statt, man wurde sich schnell handelseinig. „Tjikuzu ist ein erfahrener Mann, der in der Bundesliga schon unter Beweis gestellt hat, was er kann. Wir freuen uns sehr, dass dieser Wechsel geklappt hat.“

Dafür verlieren die Duisburger eine Korsett-Stange, Pavel Drsek entschied sich gegen den MSV und für den VfL Bochum. Im Fan-Lager schwanken die Emotionen zwischen guten Zukunfts-Wünschen für „Dr. Sek“ und dem Vorwurf des „Verrats“. Walter Hellmich sieht die Lage realistisch: „Wir hätten Pavel wirklich gerne behalten, das sage ich ganz klar. Aber bei ihm war Bochum schon länger im Kopf. Vielleicht ist es auch einfach genug, wenn ein Spieler sechs Jahre beim gleichen Verein aktiv war. Ich muss auch sagen, dass unsere Gespräche nicht so ernsthaft verlaufen sind, das habe ich schon gemerkt. Wir haben im Grunde gar nicht richtig verhandelt.“
Ganz anders sieht es in Sachen Abdealziz Ahanfouf aus. „Wir nähern uns langsam an, der Abstand ist kleiner geworden. Insgesamt sieht es besser aus als letzte Woche. Wir setzten uns wieder zusammen“, erklärt der Torjäger. Bis gestern, Mittwoch, gab es noch keine neue Runde. Hellmich: „Wir werden diese Woche noch sprechen, wir sind dran. Aziz ist ein toller Junge, ich bleibe dabei, dass er nach Duisburg gehört.“
Dorthin soll auch Burghausens Stefan Reisinger gelotst werden, wobei das Unterfangen an Brisanz gewonnen hat. Mittlerweile soll sich auch Borussia Mönchengladbach in die Verhandlungen mit dem 23-Jährigen eingeschaltet haben. „Wir sind an ihm dran, ein guter Spieler“, betont Walter Hellmich. Ein Thema bleibt bei den Zebras auch Tobias Willi, momentan von Freiburg nach Salzburg ausgeliehen. Der Mittelfeldspieler wurde vor wenigen Tagen von Duisburg beobachtet, gilt charakterlich als einwandfrei. Raymund Kalla vom VfL Bochum scheint dagegen ein Schuss ins Blaue zu sein. Walter Hellmich: „Kalla steht nicht auf der Liste. Im Moment.“ Markus Hausweiler, in Mönchengladbach zurzeit auf dem Abstell-Gleis, bezeichnete der Zebra-Chef als „nicht uninteressant“.

Autor:

Kommentieren