Mainz 05 will nach dem erneut knapp verpassten Bundesliga-Aufstieg nichts von einem Verlierer-Image wissen.

Mainz wehrt sich gegen Verlierer-Image

dit
26. Mai 2003, 13:54 Uhr

Mainz 05 will nach dem erneut knapp verpassten Bundesliga-Aufstieg nichts von einem Verlierer-Image wissen. "Wir werden auch im nächsten Jahr wieder an unsere Grenzen gehen", zeigte sich Trainer Jürgen Klopp kämpferisch.

Für den FSV Mainz 05 wird der erneut verpasste Bundesliga-Aufstieg binnen eines Jahres sicherlich nicht leicht zu verkraften. Als Verlierer wollen sich die Rheinhessen trotzdem nicht abstempeln lassen. "Natürlich war das ein ganz, ganz harter Tag für uns. Wir lassen uns aber kein Verlierer-Image anhängen und werden auch im nächsten Jahr wieder an unsere Grenzen gehen", zeigte sich Trainer Jürgen Klopp nach dem nutzlosen 4:1-Sieg bei Absteiger Eintracht Braunschweig kämpferisch.

5000 Anhänger warteten am Gutenbergplatz

Schon die knapp 3000 nach Braunschweig mitgereisten Fans hatten die erste tiefe Enttäuschung schnell überwunden, beim Empfang am Montagabend auf dem Gutenbergplatz am Dom wurden mindestens 5000 Anhänger erwartet. An gleicher Stelle hatten gar 25.000 Zuschauer am Sonntag auf einer Großbildleinwand die bangen Minuten zwischen Erfolg und Scheitern beim Fernduell gegen Eintracht Frankfurt miterlebt.

Noch kein Ersatz für Woronin

Doch ob der Mainzer Kader auch in der kommenden Saison stark genug sein wird, sich von Beginn an erneut an der Tabellenspitze zu etablieren, steht noch in den Sternen. Zweitliga-Torschützenkönig Andrej Woronin (20 Treffer) wechselt definitiv zum Aufsteiger 1. FC Köln, einen zweiten Stürmer seiner Klasse hat der FSV, mittlerweile dienstältester deutscher Zweitliga-Klub, bisher noch nicht an der Angel. "Wir wollen und werden für Ersatz sorgen", versprach Manager Christian Heidel, doch als frischgebackener Erstligist wäre Mainz 05 ein Verein mit weitaus mehr Strahlkraft und deutlich besseren finanziellen Möglichkeiten gewesen.

Autor: dit

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