Am Samstag stand Bekim Kastrati endlich wieder auf dem Platz. Und nicht nur das: Beim Bonner 5:1-Erfolg gegen Wormatia Worms traf er auf Anhieb doppelt.

Bonn: Kastratis Einstand

Zwei Könige für ein Ziel

14. Februar 2010, 13:07 Uhr

Am Samstag stand Bekim Kastrati endlich wieder auf dem Platz. Und nicht nur das: Beim Bonner 5:1-Erfolg gegen Wormatia Worms traf er auf Anhieb doppelt.

„Ich bin natürlich sehr glücklich darüber“, freut sich der 30-Jährige. Ich wollte einfach nur wieder Fußball spielen.“ Das durfte er im vergangenen halben Jahr bei Dynamo Dresden so gut wie gar nicht mehr. Lediglich achtmal wurde er eingewechselt, ehe sich die Verantwortlichen der Sachsen und der Stürmer im Winter auf eine Vertragsauflösung einigten, die freilich nicht ohne Nebengeräusche über die Bühne ging. „Der Trainer hat mich gemobbt“, trat der Albaner kräftig gegen Matthias Mauksch nach, was in der Elbstadt hohe Wellen schlug. „Ich stehe zu allem, was ich gesagt habe“, sagt Kastrati heute. „Das war die Horror-Zeit meiner Karriere.“ Zugleich versichert er aber: „Meine Kritik bezog sich alleine auf den Trainer, der Rest passte perfekt. Dynamo hat Super-Fans und ein Super-Stadion. Deshalb war ich auch nach Dresden gegangen.“

Inzwischen freilich hat Kastrati das Thema abgehakt und eine neue Herausforderung gefunden: Statt in der 3. Liga kämpft er nun mit dem BSC in der Regionalliga gegen den Abstieg. Und nach dem überzeugenden Sieg gegen die Wormatia ist er sich sicher: „Wir werden die Klasse zu hundert Prozent halten.“

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Um wieder regelmäßig spielen zu können, nahm Kastrati sogar erhebliche Gehalts-Einbußen in Kauf. „Klar musste ich auf einiges verzichten“, gesteht er ein, will dieses Thema aber nicht zu hoch hängen: „Das ist doch nur zweitrangig. Hauptsache ich stehe regelmäßig auf dem Platz.“

Und das sollte gelingen, schließlich bemühten sich die Bonner im Winter mit Nachdruck um den ehemaligen Düsseldorfer, der seit seiner Rückkehr in den Westen der Republik wieder in seiner alten Heimat Mönchengladbach wohnt. „Er ist ein absoluter Topstürmer“, lobt Joachim Hopp.

Unter Beweis stellen konnte Kastrati dies in den vergangenen Spielzeiten, in denen er unter teilweise langwierigen Verletzungen litt, nur noch mit Abstrichen. In den letzten vier Spielzeiten traf er lediglich einmal mehr als zweimal (2007/08: vier Tore für Fortuna Düsseldorf in der Regionalliga).

Seine beste Saison erlebte Kastrati indes 2005/06. Viermal durfte er damals für die erste Mannschaft von Borussia Mönchengladbach in der Bundesliga auflaufen, für die Oberliga-Mannschaft erzielte er in 29 Spielen 29 Tore und sicherte sich so die Torjägerkrone.

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