10.07.2018

Exklusiv-Interview

Maier will eigene Geschichte in Bochum schreiben

Foto: VfL Bochum

Sebastian Maier soll die großen Fußspuren von Kevin Stöger beim VfL Bochum ausfüllen. Doch Maier nimmt lieber einen anderen Weg.

Etwas mehr als zwei Wochen ist Sebastian Maier Spieler des VfL Bochum in der 2. Bundesliga. Aktuell bereitet sich der ehemalige Spieler von Hannover 96 im bayerischen Weiler auf die kommende Saison mit dem neuen Team vor. Für Fans und die Öffentlichkeit ist er der Auserwählte, um den schmerzlichen Abgang von Offensiv-Star Kevin Stöger vergessen zu machen. Maier will aber lieber seine eigene Geschichte in Bochum schreiben. Im exklusiven Interview mit RevierSport im Trainingslager spricht er über den Trainer, die Mannschaft und den Vergleich mit Kevin Stöger.

Herr Maier, mit Ihnen verbinden die VfL-Fans große Hoffnungen, den Abgang von Kevin Stöger beim VfL zu kompensieren. Wie gehen Sie mit diesem Thema um?
„Dass ich mit einem guten Spieler in Verbindung gebracht werde, ehrt mich natürlich. Aber der Trainer hat auch schon richtig gesagt, dass er nicht von einem einzigen Spieler ersetzt wird, sondern von mehreren Positionen. Ich spiele zwar auf der Position von Kevin Stöger, aber ich hoffe, dass ich in vielen Spielen zeigen kann, dass ich meine eigenen Stärken habe und die einbringen möchte, um der Mannschaft mit meiner Spielweise zu helfen.“

Beim 3:0-Testsieg gegen den FC Zürich haben Sie eine gute Leistung gezeigt. Inwieweit gibt Ihnen das Selbstvertrauen für die kommenden Wochen?
„Das gibt einem schon ein gutes Gefühl. Man darf Testspiele in der Vorbereitung aber nicht überbewerten. Sowohl negative als auch positive Erlebnisse. Man darf so ein 2:2 gegen Brünninghausen nicht überbewerten, aber auch nicht völlig ignorieren. Genauso muss man nach dem 3:0 gegen Zürich das Positive aus dem Spiel mitnehmen.“

Sie sind mittlerweile etwas mehr als zwei Wochen beim VfL. Gibt es etwas, das Ihnen schon tierisch auf die Nerven geht?
„Wenn mir etwas einfallen würde, dann würde ich es auch nicht sagen. Aber ich bin ehrlich: Ich habe bislang nichts bemerkt, das mich stört. Die Mannschaft ist super, das Trainerteam auch. Wir kommen alle sehr gut miteinander aus. Das Training hat eine super Intensität. Eigentlich ist alles top. Außer vielleicht, dass ich noch keine eigene Wohnung in Bochum habe.“

Am fünften Tag des Trainingslagers haben Sie das erste Mal frei bekommen. Die Unternehmungslust dürfte da eher gering ausfallen.
„Das ist von Spieler zu Spieler unterschiedlich. Ich glaube, wir sind an einem Punkt angekommen, wo so ein freier Nachmittag wichtig ist, um neue Kraft für die kommenden Wochen zu finden. Ich persönlich werde Ruhe suchen und hoffentlich finden.“

Sind Sie schon an Ihrem körperlichen Tiefpunkt? „Nein, es ist noch Luft da. Wir gehen ein enormes Pensum, aber der Trainer findet das richtige Maß an Erholung und intensivem Training. Ich bin guter Dinge für die nächsten Wochen.“

Wie fällt Ihr bisheriges Fazit zum Trainingslager in Weiler aus?
„Hier in Bayern gibt es immer gutes Essen, das wusste ich ja schon. Das Hotel ist wirklich super. Die Gegend ist wunderschön, die Plätze sind in einem ordentlichen Zustand. Das ist ja nicht immer so, wenn man auf einem Dorf spielt.“

Autor: Christian Hoch

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