WSV - Schalke II 2:1

Knappmann ist ein Phänomen

Krystian Wozniak
22. September 2012, 18:41 Uhr

Christian Knappmann ist ein Phänomen. Der 31-Jährige erzielte beim 2:1 (1:0)-Sieg seines Wuppertaler SV gegen Schalke II bereits sein siebtes Saisontor.

Saisonübergreifend war es für „Knappi“ bereits der 37 (!) Treffer. „Es läuft“, lacht Knappmann. Der aber schnell wieder ernst wird. „Ich kann mir dafür nichts kaufen, wenn die Mannschaft keinen Erfolg hat. Über allem steht das Team. Ich freue mich, wenn ich meinen Kollegen helfen kann“, gibt sich die Tormaschine als Teamplayer.

Nach 80 Minuten hatte Knappmann gegen Schalke seinen Job vollbracht und durfte raus. Er suchte sofort den Weg in die Kabine, um sein Smartphone zu holen. Warum? Das erklärt der Goalgetter: „Ich wollte die anderen Ergebnisse wissen. Leider war der Blick aufs Handy nicht so erfreulich. Sowohl Lotte, als auch die Viktoria haben deutlich gewonnen. Umso wichtiger war es, dass wir diesen bärenstarken Gegner, der Schalke wirklich war, in Schach halten konnten. Wir hatten ja auch etwas Glück.“

„Wir haben gegen die vielleicht spielstärkste Mannschaft der Liga gespielt"

Das hatte der Torjäger richtig erkannt. Die Reserve der Königsblauen erarbeitete sich in Durchgang eins vier sehr gute Einschussmöglichkeiten, Wuppertal eine – das Halbzeitergebnis: 1:0 für Wuppertal. „Wir haben eine sensationelle erste Halbzeit absolviert und ein 4:1-Chancenplus gehabt, aber der Spielstand war gegen uns. Die erfahrene Mannschaft hat gewonnen“, machte es Schalke-II-Trainer Bernhard Tares auf der Pressekonferenz ganz kurz. Sein Gegenüber Hans-Günter Bruns konnte der knappen Trares-Analyse eigentlich nur beipflichten. „Wir haben gegen die vielleicht spielstärkste Mannschaft der Liga gespielt. In Velbert und zuletzt auch Kray haben wir viele Chancen ausgelassen. Gegen Schalke waren wir effektiv und nur das zählt. Es geht um das Ergebnis und nicht um einen Schönheitspreis“, resümierte Bruns.

Während es für den FC Schalke 04 II erst am Freitag (19 Uhr) bei den Sportfreunen Siegen weiter geht (O-Ton Langlitz: „Jetzt haben wir gegen Siegen und Essen richtig geile Spiele vor der Brust“), muss der WSV schon am Dienstagabend (19 Uhr) beim SC Wiedenbrück ran. Bevor am Freitag (19.30 Uhr) dann der Spitzenreiter Viktoria Köln im Stadio am Zoo gastiert. „Natürlich haben wir Köln im Kopf. Aber erst einmal gilt es in Wiedenbrück zu gewinnen. Dann wollen wir der Viktoria ein Bein stellen. Auch wenn das ungemein schwer wird. Denn wir sind dann schon gefordert und Köln kann bei dieser Bilanz frei aufspielen“, sagte Knappmann im Hinblick auf das Gipfeltreffen.

Autor: Krystian Wozniak

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