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Vor dem Start - die zwei Sorgen der Regionalligisten

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Corona: Die zwei großen Sorgen der Regionalligisten
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Die Regionalliga-Klubs haben aktuell keine Planungssicherheit. Das liegt an der Corona-Schutzverordnung, den Inzidenz-Werten und jeweiligen Behörden vor Ort.

Es sind nur noch anderthalb Wochen bis zum Start in die Regionalliga-Saison. Dennoch stehen die Vereine vor einer großen Unsicherheit: Wie viele Zuschauer dürfen bei den Spielen ins Stadion? Es fehlt den Vereinen komplett an Planungssicherheit. Nach RS-Informationen war dies auch das große Thema bei der Video-Konferenz der Regionalliga-Klubs mit dem Westdeutschen Fußballverband.

Der Grund: Aktuell richtet sich die Zuschauerkapazität nach der Corona-Schutzverordnung des Landes NRW. Liegt der Inzidenz-Wert des Austragungsort bis kommende Woche Mittwoch unter 35, befindet sich der jeweilige Kreis am Samstag in Inzidenzstufe 1. Somit dürften 50 Prozent der Stadionkapazität genutzt werden, maximal bis zu 25.000 Zuschauern (§ 14 Abs. 4 Nr. 4 CoronaSchVO). Liegt ein Kreis bis dahin über diesem Wert und rutscht in die Inzidenzstufe 2, sind allerdings nur noch maximal 1.000 Personen für den Stadionbesuch zugelassen, sofern dies nicht ein Drittel der Kapazität überschreitet (§ 14 Abs. 3 Nr. 3 CoronaSchVO).

Somit bleiben viele offene Fragen bei den Vereinen in Bezug auf den Verkauf von Eintritts-, VIP- und Dauerkarten, aber auch rund um die Versorgung bei den jeweiligen Begegnungen. Vor allem den betroffenen Traditionsvereinen, die von den Spieltagseinnahmen abhängig sind, setzt dies ordentlich zu. Zumal die aktuelle Regelung vorerst nur für den ersten Spieltag Gültigkeit besitzt, weil die aktuelle Corona-Schutzverordnung nur bis zum 19. August gültig ist. Beim kommenden Bund-Länder-Gipfel sollen neue Kriterien festgelegt werden.

Die Vereine blicken also mit bangen Blicken auf die aktuellen Inzidenz-Werte. Mit Stand vom 3. August liegen beispielsweise Oberhausen (17,1) Aachen (25,1) und Essen (25,4) noch vergleichsweise deutlich unter dem Schwellenwert. Für Wuppertal (29,6) und Bonn (34,9) ist es schon knapper. Düsseldorf (41,3) befindet sich bereits seit einer Woche in Inzidenzstufe 2.

Ein weiteres Thema ist, dass es aktuell keine Corona-Ausgleichstöpfe mehr vom Land NRW gibt. Dies berichtete RWO-Präsident Hajo Sommers dem RevierSport bereits vor zwei Wochen. In der vergangenen Saison hatten die Vereine noch Ausgleichszahlungen von etwa 60 Prozent der entgangenen Ticketeinnahmen erhalten. Die Vereine haben daher nach Informationen dieser Redaktion den WDFV in der Videokonferenz am Dienstag darum gebeten, entsprechende Gespräche möglichst schnell wieder aufzunehmen. Schließlich gilt der Fördertopf des Bundes noch bis zum 31.12., wenngleich nur für Vereine der 1. und 2. Bundesliga sowie der 3. Liga.

Klar ist aber: Ohne Zuschauereinnahmen und ohne die Verlängerung des Fördertopfes dürfte es nur noch eine Frage der Zeit sein, bis die nächsten Insolvenzen von Regionalliga-Klubs drohen. Denn dann war die Insolvenz beim KFC Uerdingen nur der Anfang. Wobei der Start der Krefelder in der Regionalliga trotz des Insolvenzantrages nach RS-Infos nur vergleichsweise kurz Thema war bei der Sitzung mit dem Verband.

Inzidenzwerte der Gastgeber am ersten Spieltag (Stand 3. August): SV Lippstadt - SC Wiedenbrück Inzidenz LK Soest: 17,2

Rot-Weiß Oberhausen - KFC Uerdingen Inzidenz SK Oberhausen: 17,1

Fortuna Düsseldorf - Sportfreunde Lotte Inzidenz SK Düsseldorf: 41,3

FC Schalke 04 II - 1. FC Köln II Inzidenz SK Gelsenkirchen: 29,3

Preußen Münster - Alemannia Aachen Inzidenz SK Münster: 17,8

Fortuna Köln - FC Wegberg-Beeck Inzidenz SK Köln: 39,8

VfB Homberg - Borussia Mönchengladbach II Inzidenz SK Duisburg: 27,3

SV Straelen - Rot Weiss Ahlen Inzidenz LK Kleve: 24,6

Wuppertaler SV - SV Rödinghausen Inzidenz SK Wuppertal: 29,6

Bonner SC. - Rot-Weiss Essen Inzidenz SK Bonn: 34,9

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Wupperstolz 2021-08-03 23:01:12 Uhr
Die Sorgen der Clubs sind berechtigt. Es wird für viele finanziell schwierig
werden.
Was mir allerdings als Fan des WSV fast genau so viele Sorgen macht sind
die Störkampagnen vieler User im Rot-Blau. com- Forum.
Es könnte derzeit beim WSV alles so optimal sein. Wir haben eine gute Mannschaft, einen guten Trainer und Sportdirektor und stehen in der 1.Hauptrunde des DFB-Pokals. Störend ist aber, dass es im Fanforum Rot-Blau.com fast nur noch Miesepeter, die alles schlecht reden was beim WSV momentan geschieht gibt.

Diese Leute schädigen den Ruf des Vereins und stören die erfolgreiche Vereinsarbeit, indem sie in diesem Forum eine Hetzkampagne gegen die Vereinsführung nach der anderen posten. Ich frage mich, ob diesen Menschen bewusst ist wie stark sie dem Verein in der Öffentlichkeit Schaden zufügen.
Man sollte dieses Fan-Forum in Anti-WSV-Forum unbenennen.

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