Aziz Bouhaddouz ist zurück. Der 34-jährige Angreifer, der die vergangenen drei Drittliga-Spiele aufgrund eines Muskelfaserrisses verpasst hatte, feierte am Mittwochabend im Niederrheinpokal gegen den A-Kreisligisten FC Hellas Krefeld (8:0) sein Comeback. Duisburgs neuer Chefcoach Hagen Schmidt setzte in der Startelf zunächst auf Orhan Ademi, zur Pause durfte dann aber der Marokkaner ran.
Es war gut, dass Aziz im Niederrheinpokal Spielpraxis sammeln konnte
Hagen Schmidt
Dabei meldete er sich gleich mit einem Assist zum zwischenzeitlichen 7:0 zurück: Bouhaddouz drang über Linksaußen in den Strafraum ein, umkurvte den Krefelder Schlussmann Mauricio Marques Dos Santos und hatte anschließend das Auge für Marlon Frey, der im Zentrum nur noch den Fuß hinhalten musste (67.). In der 83. Minute erhielt der 1,88 Meter hochgewachsene Offensivmann sogar noch die Chance, sich selbst in die Torschützenliste einzutragen: Bouhaddouz tauchte nach einem Steckpass allein vor Marques Dos Santos auf, setzte seinen Versuch allerdings knapp neben das Tor.
„Aziz braucht sicherlich noch ein bisschen, aber er ist auf einem guten Weg“, betonte Trainer Schmidt im Anschluss an die Partie und schob hinterher: „Es war gut, dass er im Niederrheinpokal Spielpraxis sammeln konnte.“ Vor seiner Verletzung durfte der Angreifer in der laufenden Saison bei insgesamt sieben Partien mitwirken, dabei beorderte Ex-Coach Pavel Dotchev ihn aber nur zweimal in die Startelf.
Wir wünschen uns von Aziz, dass er den Konkurrenzkampf wieder anheizen wird und zwischen ihm und Orhan Ademi ein Fight entsteht
Hagen Schmidt
In 207 Drittliga-Minuten blieb Bouhaddouz derweil ohne Torerfolg. Doch klar ist auch, dass der Routinier wegen seiner Physis sowie seiner Abschlussstärke belebende Elemente in das Spiel der Zebras bringen kann. Das findet auch sein neuer Trainer: „Wir wünschen uns von Aziz“, sagt Schmidt, „dass er den Konkurrenzkampf wieder anheizen wird und zwischen ihm und Orhan Ademi ein Fight entsteht. Beide haben unterschiedliche Qualitäten, die für uns wichtig sein werden. Sie werden uns hoffentlich mit Toren erfreuen.“