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MSV: Pokal-Aus in Kiel
Milan Sasic vor dem Aus

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MSV: Blamabeles Pokal-Aus in Kiel

Ein dumpfes Schiffshorn tönt nach jeder Halbzeit durch das Holsteinstadion. Für den MSV muss das „Tröööt“ nach dem Abpfiff besonders düster geklungen haben.

Denn es markierte das Ende des Traums, im Pokal noch einmal so durchzustarten wie in der vergangenen Saison. Diesmal war bereits in Runde zwei Schluss, der MSV unterlag beim Regionalligisten Holstein Kiel 0:2 (0:0).

Kiel: Jensen - Herrmann, Steil, Berzel, Poggenberg - Toksöz (90. Schulz) - Siedschlag (84. Müller), Lindner (74. Wetter) - Kazior - Heider, Sykora. Duisburg: Fromlowitz - Berberovic, Bruno Soares, Bajic, Wolze - Sukalo, Benjamin Kern (68. Gjasula) - Brosinski, Lazok (75. Exslager) - Pamic (62. Kastrati), Jula. Schiedsrichter: Christian Fischer (Hemer) Tore: 1:0 Kazior (54.), 2:0 Sykora (59.) Zuschauer: 8960 (ausverkauft) Gelbe Karten: Siedschlag, Steil, Müller - Jula, Sukalo (2), Kastrati, Berberovic

Damit dürfte der Stuhl von MSV-Trainer Milan Sasic bedenklich wackeln. Erst das dürftige Abschneiden in der Liga mit bislang nur zwei Siegen, nun auch noch das Pokal-Aus bei einem unterklassigen Verein. „Das ist eine ganz schwierige Situation“, sagte Vorstandsvorsitzender Dieter Steffen nach der Partie. „Darüber werden wir reden müssen.“ Ob Sasic am Sonntag noch auf der Bank sitzt? „Das kann ich nicht garantieren“, berichtete Steffen.

Verunsicherter Zweitligist zu Gast beim Regionalliga-Tabellenführer – dass der Auftritt in Kiel kein Spaziergang würde, war schon vor der Begegnung klar. Dennoch begann der MSV die Partie mit Zug zum Tor. Die Schüsse von Janos Lazok (3.) und Benjamin Kern (8.) fanden ihr Ziel jedoch nicht. Die Schwächen im Rückwärtsgang traten aber schnell wieder zutage. Nach 16 Minuten schickte Rafael Kazior Fiete Sykora auf die Reise, der vernaschte Bruno Soares im Strafraum, zirkelte den Ball dann aber knapp am langen Pfosten vorbei – Glück gehabt!

Sasic hatte wie erwartet umgestellt und Markus Bollmann wieder aus der ersten Elf und sogar aus dem Kader verbannt. Für ihn verteidigte Berberovic rechts, zusammen mit Daniel Brosinski stellte er auch das weitaus agilere Duo gegenüber Kevin Wolze und Lazok links. Dennoch sorgte eine Flanke von Lazok für die größte Duisburger Chance vor der Pause, aber Emil Jula bekam nicht genug Druck hinter seinen Kopfball, Torwart Morten Jensen parierte (22.). Fünf Minuten später klärte er auch bei einem Schuss von Zvonko Pamic (27.).

Der Viertligist, der in der ersten Runde noch Energie Cottbus mit 3:0 nach Hause geschickt hatte, kam vor dem Seitenwechsel nur noch einmal gefährlich vors Tor, als Jaroslaw Lindner nach einem Solo kurz vor dem Strafraum nur noch per Foul gebremst werden konnte. Der Freistoß landete allerdings in der Mauer.

Nach der Pause ließ sich der MSV allerdings in wenigen Minuten die Butter vom Brot nehmen. Erst patzte Torwart Florian Fromlowitz nach einer Flanke, Rafael Kazior bedankte sich mit dem 1:0 (49.). Die Duisburger hatten sich kaum davon erholt, als der Ball schon wieder im Netz zappelte. Sykora war nach einer Ecke am höchsten gestiegen und hatte den Ball per Kopf zum 2:0 in die Maschen versenkt (58.). „Über Duisburg fahren wir nach Berlin!“, schallte es von den Rängen. Und der MSV?

Sasic reagierte mit der Einwechslung von Flamur Kastrati für den schwachen Pamic, dann kam Jürgen Gjasula für Kern, aber mangels spielerischer Mittel musste das schnell auf „Brechstange“ hinauslaufen. Wie sollte eine offensiv so schwache Mannschaft wie der MSV selbst gegen einen Regionalligisten noch einen Zwei-Tore-Rückstand aufholen?

So blieb es bei Bemühungen, irgendeine Lücke im Holstein-Riegel zu finden – ohne Erfolg. Für einen Zweitligisten war das definitiv zu wenig. Zum Schluss ergoss sich deshalb Spott und Häme über die Gäste. „Zweite Liga, keiner weiß warum!“, sangen die Kieler Zuschauer.

Der MSV ist an einem neuen Tiefpunkt angekommen.

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