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Marcel Maltritz
Erst das Siegtor, dann die Unterschrift

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VfL: Maltritz sieht seine Zukunft an der Castroper Straße

Ein gut gelaunter Marcel Maltritz schrieb sich am Dienstagabend beim Kinderfußballtag der SpVgg Gerthe bei einer Autogrammstunde die Finger wund.

Auf Fotos, Trikots, T-Shirts und auf Unterarmen verewigte sich der Routinier via Unterschrift und schien die wärmenden Worte der jungen und alten Fans sichtlich zu genießen. Der Wind hat sich gedreht. Knapp ein Jahr zuvor schienen nicht wenige VfL-Fans den damaligen Kapitän Marcel Maltritz zum Alleinverantwortlichen für das sportliche Desaster ausgemacht zu haben. Selbst seine Medienpräsenz, zu der er als Kapitän quasi gezwungen war, wurde ihm negativ angelastet. Für Friedhelm Funkel war das bei seinem Dienstantritt Grund genug, Maltritz aus der Schusslinie zu nehmen und ihn vom Amt des Kapitäns zu erlösen. Maltritz: „Ich habe damals mit dem Trainer gesprochen. Es war eine richtige Entscheidung“.


Die Folge: Der Innenverteidiger fand zwar nicht mehr medial statt, sondern konzentrierte sich ganz allein auf seine Leistung, ohne seine Wichtigkeit für den Kader zu vernachlässigen. Mit Erfolg, denn spätestens in der Rückrunde avancierte der Routinier zu einem absoluten Leistungsträger und verdiente sich einen Zwei-Jahres-Vertrag, den er am Mittwochmorgen bei Thomas Ernst unterzeichnete. Der Sportvorstand: „Malte hat sich das aus zweierlei Gründen verdient. Zunächst einmal, weil die sportliche Leistung in den vergangenen Monaten hervorragend war. Er war unser stabilster, zweikampfstärkster Spieler. Außerdem war es wichtig, ihn als herausragende Persönlichkeit für unser Team zu erhalten. Gerade in der Hinrunde, als er nicht sehr oft gespielt hat, ist er mit dieser Rolle ganz hervorragend umgegangen, hat im Training Gas gegeben und gezeigt, wie man sich als Profi mustergültig verhält. Er ist enorm wichtig für die Mannschaft“. Das bestätigte auch Andreas Luthe: „Er reißt einfach jeden mit.“

Das will Maltritz auch in den nächsten zwei Jahren: „Ich bin jetzt in der siebten Saison in Bochum. Da weiß man, was man an dem VfL hat. Sowas schmeißt man nicht von heute auf morgen über Bord. Deshalb habe ich auch nie über einen Wechsel nachgedacht. Auch die Familie spielt eine große Rolle und die fühlt sich hier pudelwohl.“

Maltritz denkt ohnehin daran, für immer in Bochum Wurzeln zu schlagen. „Vielleicht, wenn ich fit bleibe, schaffe ich sogar zehn Profijahre beim VfL. Dann bekomme ich bestimmt eine Anstecknadel und werde Co-Trainer bei den A-Junioren bei Dariusz Wosz.“

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