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Schwenken-Interview
Eine Million Euro für Gündogan

VfL: Schwenken im Interview

Die VfL-Planungen laufen zweigleisig. Verständlich, denn frühestens am Sonntag fällt die Entscheidung, ob man in der neuen Saison in Liga eins oder zwei spielt.

Beim VfL sind sie auf alle Eventualitäten vorbereitet. So wurde am Sonntagnachmittag "vorsichtshalber" schon einmal über die Modalitäten beim Ticketverkauf für die Relegation informiert.

Grund genug für RS online, einmal mit Bochums Finanzvorstand Ansgar Schwenken ins Eingemachte zu gehen, um Antworten auf die aktuellsten Fragen zu finden.

Ansgar Schwenken, sollte am Sonntag die Relegation erreicht werden, kommt es dann sofort zum Beginn des Vorverkaufs für das Relegations-Rückspiel am 25. Mai in Bochum?

Ja, damit wollen wir erreichen, dass die Tickets auch tatsächlich an die VfL-Fans gehen. Wir haben am Sonntag zum ersten Mal seit langer Zeit 26.000 eigene Zuschauer im Stadion. Und die wollen wir auch bei einem möglichen Rückspiel hinter uns wissen, damit die Gäste nicht über ihr normales Kontingent von 3500 Karten kommen. Den Verkauf am Sonntag haben wir abgesichert. Es gibt nur Tickets, wenn man eine Karte vom Spiel gegen den MSV vorzeigt.

Welche Einnahme steht dem VfL beim Saisonfinale ins Haus?

Nach den jetzigen Gegebenheiten beträgt die Einnahme rund 325.000 Euro.

Hat der VfL damit sein Defizit aus dem Zuschauerrückgang der Saison schließen können?

Nein, statt der 14.000 kalkulierten Besucher kommen wir dank einer sehr guten Rückrunde auf einen Schnitt von 13.500 Besuchern. Das hat das erwartete Minus von knapp 400.000 Euro auf gut 150.000 Euro reduziert.

Welche Einnahmen würde eine mögliche Relegation einbringen?

Da unsere treuen Dauerkartenbesitzer freien Eintritt hätten und weil wir für die Südtribüne einen Einheitspreis von 25 Euro erheben, wird, wenn das Gästekontingent voll ausgeschöpft wird, sich die Einnahme ebenfalls bei rund 325.000 Euro bewegen.

Dann wäre das finanzielle Loch ja geschlossen, oder?

In etwa, denn schließlich müssten wir im Falle einer erfolgreichen Relegation auch noch Prämien an die Spieler bezahlen.

Zu Wochenbeginn meldete RS, dass der VfL an dem Verkauf von Ilkay Gündogan zu 25 Prozent von der Ablösesumme partizipiert.

Das kann ich bestätigen. Wir sind inzwischen von Nürnberg mündlich informiert worden, dass die Ablösesumme vier Millionen Euro beträgt. Das bedeutet, dass wir davon eine Millionen Euro bekommen. Ob es darüber hinaus noch weitere Klauseln gibt, wie zum Beispiel bei einem Weiterverkauf, nach Einsätzen oder Länderspielen, wissen wir nicht. Aber auch davon würden wir später zu 25 Prozent partizipieren.

Der VfL hat für die laufende Spielzeit ein Minus von 2,7 Millionen einkalkuliert. Wird sich dieses Minus noch erhöhen? Wenn wir die Relegation erreichen, werden wir diese Summe nicht überschreiten. Mit dem Anteil an dem Gündogan-Transfer können wir dann sogar den kalkulierten Verlust auf 1,7 Millionen Euro reduzieren.

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