Die ESC Wohnbau Moskitos Essen stehen nach einem 2:1-Sieg gegen die IceFighters Leipzig im Viertelfinale der Oberliga-Playoffs.

Moskitos Essen

Traumtor sichert Viertelfinal-Einzug

22. März 2017, 10:55 Uhr
Foto: Michael Gohl

Foto: Michael Gohl

Die ESC Wohnbau Moskitos Essen stehen nach einem 2:1-Sieg gegen die IceFighters Leipzig im Viertelfinale der Oberliga-Playoffs.

Noch am Montagabend wurde die Moskitos-Familie von einer Horror-Nachricht erschüttert: Peter Kowitz, noch bis vor wenigen Monaten 2. Vorsitzender des Klubs, verstarb plötzlich und unerwartet. Das dritte und letztlich entscheidende Spiel in der "Best-of-five"-Serie wurde entsprechend mit einer Schweigeminute eingeleitet.

Knappe zweieinhalb Stunden später konnte man am Westbahnhof aber wieder in fröhlichere Mienen schauen. Soeben hatte die Mannschaft von Trainer Frank Gentges den hart kämpfenden und unangenehmen Gegner aus Sachsen zum dritten Mal in Folge in die Knie gezwungen und somit das Ticket für die Runde der letzten Acht gelöst.

Dabei behielten die Moskitos vor 1444 Besuchern nach einem unglücklich verlaufenen ersten Drittel die nötige Ruhe und Geduld. Ian Farrell sorgte schon in der 4. Minute für die Leipziger Führung, auf der Gegenseite entschärfte der starke Torwart Patrik Cerveny zahlreiche Top-Chancen der Gastgeber. Bis der Deutsch-Tscheche zum ersten Mal hinter sich greifen musste, dauerte es bis zur 36. Minute. Oliver Granz war es mit einem platzierten Schuss in Überzahl vorbehalten, die Begegnung auszugleichen.

Torwart und Ausländer entscheiden die Partie

Fünfeinhalb Minuten vor Schluss stellten die Moskitos die Weichen auf Viertelfinale. Nach einem Pass von Michal Velecky tankte sich Andrej Bires energisch von der Bande aus in Richtung Tor durch, umkurvte zur Krönung auch noch den sich verzweifelt gen Boden schmeißenden Cerveny und schob den Puck zum viel umjubelten Siegtreffer ins leere Tor. Den Rest erledigte eine konzentrierte Defensive um Goalie Sebastian Staudt, der die Leipziger Ex-Kollegen mit zahlreichen tollen Saves entnervte und sich sogar eines der seltenen individuellen Sonderlobs seinen Trainers verdiente: "Er war überragend und hat uns den Sieg gerettet", betonte Frank Gentges auf der anschließenden Pressekonferenz.

Eine harte und intensive, aber auch jeder Zeit fair geführte Playoff-Serie nahm so ihr Ende. "Das war eine hochklassige und emotionale Serie, in der wir den kleinen Tick besser waren", sagt Gentges. Leipzigs Trainer Sven Gerike bemängelte derweil indirekt die Chancenverwertung seines Teams: "Wenn man in drei Spielen jeweils nur ein Tor schießt, ist dies natürlich zu wenig."

Ab in den Süden

Somit lautet das schon am Dienstagabend von den ESC-Fans laut besungene Motto nun: "Ab in den Süden - der Mannschaft hinterher". Wer der Viertelfinalgegner der Moskitos sein wird, hängt nun davon ab, ob der Herner EV seine Serie gegen die Hannover Indians (aktueller Serienstand nach drei Spielen 1:2) noch drehen kann.

Kommen die Gysenberger noch weiter, geht es für die Moskitos ohne Heimrecht nach Franken zu den Selber Wölfen. Scheidet der HEV aus, haben die Essener im Viertelfinale Heimrecht gegen den EC Peiting.

Die Viertelfinaltermine (Modus: Best of five) in der Übersicht:
Freitag, 31. März: (Heimspiel Essen bei Aus des Herner EV),
Sonntag, 2. April: (Heimspiel Essen bei Weiterkommen des Herner EV)
Dienstag, 4. April: (Heimspiel Essen bei Aus des Herner EV)
Freitag, 7. April*: (Heimspiel Essen bei Weiterkommen des Herner EV)
Sonntag, 9. April*: (Heimspiel Essen bei Aus des Herner EV)

* = wenn nötig

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