Nach dem Doping-Geständnis ist die Zukunft von Vize-Weltmeister Erik Zabel im Team Milram weiter ungewiss. Nach dem siebenstündigen Krisengipfel des deutsch-italienischen Rad-Rennstalls am Samstag in Bremen ist noch keine Entscheidung getroffen worden.

Zabels Zukunft im Team Milram weiter fraglich

"Es sind noch einige Punkte zu klären"

27. Mai 2007, 11:37 Uhr

Nach dem Doping-Geständnis ist die Zukunft von Vize-Weltmeister Erik Zabel im Team Milram weiter ungewiss. Nach dem siebenstündigen Krisengipfel des deutsch-italienischen Rad-Rennstalls am Samstag in Bremen ist noch keine Entscheidung getroffen worden.

[imgbox-left]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/002/125-2153_preview.jpeg Erik Zabel. (Foto: firo)[/imgbox]"Wir haben vereinbart, dass wir uns dazu momentan nicht äußern", sagte Erik Zabel, der am Pfingstsonntag in Oberhausen bei den norddeutschen Meisterschaften weilte, an denen sein Sohn Rik teilnahm.

Manager Gerry van Gerwen sagte dem sid, dass es allerdings eine Tendenz gebe: "Es sind noch einige Punkte zu klären. Vorher wollen wir dazu nichts sagen. Voraussichtlich am Dienstag werden wir die Entscheidung bekanntgeben."

Bei dem Gespräch in Bremen waren Zabel, van Gerwen, Teamchef Gianluigi Stanga, und Martin Mischel, Vorstand Marketing und Vertrieb des Hauptsponsors Nordmilch, zusammengekommen. Zabel hatte am Donnerstag in Bonn eingestanden, in seiner Zeit beim Team Telekom Epo genommen zu haben. Eine Sperre hat der 36-Jährige nicht zu befürchten, da die achtjährige Verjährungsfrist abgelaufen ist.

Auch beim Bund Deutscher Radfahrer (BDR) wurde die Personalie Zabel noch nicht geklärt. Auf der Präsidiumssitzung am Samstag sei laut BDR-Präsident Rudolf Scharping auch noch keine Entscheidung "über die Nominierung eines dopinggeständigen Fahrers gefallen". Zuletzt hatte der BDR stets bekräftigt, keinen unter Dopingverdacht stehenden Fahrer für die Straßenrad-WM in Stuttgart zu nominieren.

Der Dopingskandal hat zumindest keine Auswirkungen auf den Fortbestand des Teams Milram. "Diese Angelegenheit hat keinen Einfluss auf die Mannschaft. Das hat der Sponsor am Donnerstag bekräfigt, und daran hat sich auch nichts geändert", sagte von Gerwen.

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