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Slapstick-Gegentor hat Wattenscheid „den Stecker gezogen“

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Weiter Letzter: Slapstick-Gegentor hat Wattenscheid „den Stecker gezogen“
Foto: firo

Die SG Wattenscheid 09 befindet sich in einer sportlichen Krise. Eingeleitet wurde die unglückliche 0:2-Niederlage in der Regionalliga gegen den SV Lippstadt durch einen gravierenden Fehler.

Spätestens jetzt muss die sportliche Situation bei der SG Wattenscheid 09 kritisch beäugt werden. Das 0:2 (0:0)-Endergebnis gegen den SV Lippstadt besiegelte die dritte Heimpleite in Folge in der Regionalliga. Trotz eines erneut kämpferischen Auftritts vor 841 Zuschauern hält der Aufsteiger am Ende keine Punkte in der Hand und versinkt immer weiter im Tabellenkeller.

Aufgrund einer Rotsperre musste Chefcoach Christian Britscho während des Spiels gegen die Ostwestfalen auf der Tribüne Platz nehmen. Vertreten wurde er an der Seitenlinie durch seinen Co-Trainer Timo Janczak, der ein „schlechtes Spiel beider Mannschaften“ und zwei unterschiedliche Gesichter seiner Elf sah: „In der ersten Halbzeit waren wir vielleicht ein Stück besser. Nach dem Gegentreffer kamen wir dann gar nicht mehr in die Bahn. Wir stellten um und haben prompt die Antwort mit dem 0:2 bekommen. Es hat alles nicht so richtig funktioniert.“

"Verlorene Ordnung" nach bitterem Torwartfehler

Ohne große Höhepunkte verabschiedeten sich beide Teams in die Pause. Bis dahin zeigte sich die SG Wattenscheid von einer guten Seite, wusste die Gäste vor allem in den Minuten vor dem Halbzeitpfiff zu beschäftigen.

Kurz nach Wiederanpfiff dann der Schock: Torwart Kilian Neufeld verlor das Leder nach einem Rückpass seines Mitspielers an den heraneilenden Angreifer Henri Matter, der das Geschenk annahm und die Kugel ins Tor rollen ließ (48.). „Das frühe Tor in der zweiten Halbzeit hat uns komplett den Stecker gezogen“, erkannte Wattenscheids Co-Trainer Janczak. Sein Team verlor „komplett die Ordnung“, die Zuteilung sei ab dem Zeitpunkt nicht mehr da gewesen.

Die Gäste aus Lippstadt nutzten die Verunsicherung in der Hintermannschaft der SGW, bauten stetig Druck auf und erhöhten durch Top-Torjäger Viktor Maier schließlich auf 2:0 (65.). Coach Felix Bechtold war mit dem Auftritt seiner Mannschaft zunächst nicht zufrieden: „Trotz guter Vorbereitung haben wir uns etwas schwergetan. Das war kein guter Fußball. Von beiden Mannschaften nicht.“

SG Wattenscheid: Neufeld - Sindermann, Brdaric, Schurig, Britscho - Yildiz (65. Yanik), Meier, Canbulut (70. Jakubowski), Tunga, Yesilova (65. Jessey) - Sane (81. Kesim)

SV Lippstadt: Balkenhoff - Allmeroth, Sprekelmeyer, Fischer - Ufuk, Möller, Matter (86. Rebronja), Holtkamp (75. Altun), Heiserholt (83. Schielke) - Maier, Mika (90. Ortmann) Schiedsrichter: Lasse Lütke-Kappenberg

Tore: 0:1 Matter (48.), 0:2 Maier (65.)

Zuschauer: 841

In der Pause machte es sich der 31-Jährige zur Aufgabe, sein Team „weiterhin auf die konterstarken, schnellen Spieler vorzubereiten“ - mit Erfolg. „Das frühe Tor hat uns natürlich in die Karten gespielt. Danach hätte es noch durchaus höher ausfallen können. Mit dem Schönheitspreis wollten wir nicht nach Hause fahren. Wichtiger waren uns die drei Punkte“, resümierte Bechtold.

Die SG Wattenscheid gab die Partie, aufgrund einer kleinen Unkonzentriertheit völlig aus der Hand und befindet sich weiter im Negativtrend. Nach Spielschluss nahm sich Janczak Zeit für seinen Tormann und baute diesen auf. „Er macht einen Fehler und daraus entsteht sofort ein Tor. Im Spiel machen 20 Mann einen Fehler und da passiert nichts. Das ist bei einem Torwart immer so eine Sache“, erzählte der Co-Trainer.

Leichter wird es für die SGW nicht: Am kommenden Wochenende folgt das Auswärtsspiel beim SV Rödinghausen (15.10., 14:00 Uhr). Zeitgleich empfängt der SV Lippstadt den SC Wiedenbrück.

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