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WSV: Auf- und Absteiger
Geld, Kontakte, Verhandlungsgeschick

WSV: Geld, Kontakte und Verhandlungsgeschick

RevierSport nimmt die Auf-und Absteiger des Wuppertaler SV nach der schwachen Saison 2010/2011 unter die Lupe und blickt in die Zukunft des Klubs.

Absteiger Nach der Katastrophensaison muss man in dieser Kategorie fast den kompletten WSV-Kader samt sportlicher Führung nennen. Markus Bayertz, Achim Weber und Michael Dämgen waren im vergangenen Sommer mit einem Zwei-Jahres-Plan gestartet. Nach nicht mal zwölf Monaten ist sowohl der Plan, als auch das einstige Fürhrungstrio Vergangenheit.

Dass alles über Bord geworfen wurde, muss die Mannschaft auf ihre Kappe nehmen. Die größte Enttäuschung der Saison dürfte Markus Heppke gewesen sein. Heppke war von RW Oberhausen zum WSV gewechselt und sollte im Wuppertaler Mittelfeld der Dreh-und Angelpunkt sein. Doch dies gelang dem oft zu überhastet wirkenden Mittelfeldspieler zur keiner Zeit - Konsequenz: Heppke muss den Wuppertaler Sportverein verlassen. Neben Heppke kann man in dieser Kategorie auch Bekim Kastrati nennen. Der Albaner wurde zum WSV geholt, um Tore zu schießen. An Leidenschaft und Einsatz mangelt es Kastrati auch nicht - ganz im Gegenteil: Kastrati ist in dieser Hinsicht ein absolutes Vorbild! Doch vor dem gegnerischen Gehäuse fehlte dem Angreifer in der abgelaufenen Saison einfach die Kaltschnäuzigkeit. Von einem bundesligaerfahrenen Akteur darf und muss man mehr erwarten. Das weiß jedoch der Südländer selbst und wird in der kommenden Speilzeit erfolgreicher sein. Dass Kastrati viel mehr kann, wissen auch die WSV-Verantwortlichen. Nicht umsonst wurde der Kontrakt des Stürmers verlängert.

Aufsteiger Bei Preußen Münster kam Jerome Assauer nur sporadisch zum Einsatz. Deshalb nahm der Stürmer im letzten Sommer auch das Angebot des WSV an. Im Nachhinein hat der Angreifer alles richtig gemacht. In Wuppertal spielt Assauer und darf sich über zwölf Saisontore freuen. Die Nummer elf des WSV agiert oft unauffällig, doch wenn es um das Knipsen geht, dann ist Assauer stets zur Stelle. Neben dem Ex-Münsteraner darf sich auch Tom Moosmayer als Gewinner der abgelaufenen Serie sehen. Der gebürtige Belgier bot nahezu Woche für Woche starke Leistungen an und war oft der einzige Lichtblick im WSV-Team. Nicht umsonst will der neue Sportvorstand Jörg Albracht um Moosmayer herum eine neue Mannschaft zusammenstellen. Der 31-jährige Familienvater ist ein absoluter Leistungsträger und ein Eckpfeiler des neuen WSV.

Zukunft Man darf gespannt sein, welche Spieler die Verantwortlichen verpflichten werden. Erst wenn der Kader komplett ist, kann man eine Prognose wagen. Ansonsten ist aber zu sagen, dass die Zukunft beim WSV sicherlich an die Vergangenheit erinnert. Neuer, alter Präsident ist Friedhelm Runge. Zwar missfällt dies vielen WSV-Anhängern, doch ohne Runge würde der WSV definitiv nicht mehr in der Regionalliga vertreten sein. Der Unternehmer gibt sich nur mit dem Maximum zufrieden. Deshalb fordert Runge in der kommenden Saison auch den Aufstieg. Geht es nach ihm, dann würde er am liebsten 20 neue Spieler holen - beinahe wie jedes Jahr. Man muss abwarten, was die neue Führungsregie um Runge, Sportvorstand Jörg Albracht und Finanzchef Lothar Stücker auf die Beine stellen. Vor allem Albracht hat eine Chance verdient. Der ehemalige Geschäftsführer der VdV verfügt über exzellente Kontakte und wird auf Grund dessen sicherlich interessante Spieler zum WSV lotsen können. Mit Runges Geld und Albrachts Kontakten, sowie Verhandlungsgeschick werden die WSV-Anhänger in der kommenden Saison sicherlich nicht noch einmal eine Seuchen-Spielzeit erleben müssen.

WSV: Dämgen-Nachfolger steht fest
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