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ETuS Haltern
Umstruktierung trägt erste Früchte

ETuS Haltern: Fußball, Zirkusabteilung, Yogakurs

Zirkusabteilung und Yogakurs - der ETuS Haltern kann mit einer ganzen Reihe unkonventioneller Sportarten aufwarten. Das Kerngeschäft ist aber der Fußball.

Mit über 800 Mitgliedern kann der Eisenbahn Turn- und Sportverein Haltern von 1927 aufwarten. Das Sportangebot ist vielfältig - Zirkus, Tennis, Rückenkurse und noch weitere - teilweise exotische - Aktivitäten bietet der Verein an. Das Hauptaugenmerk liegt aber auf der Fußballabteilung, die alleine rund 250 aktive Mitglieder aus den Jugendmannschaften beisteuert. "Wir nehmen unseren Breitensportauftrag schon ernst, aber unser Kerngeschäft ist und bleibt der Fußball", weiß auch Tobias Borgers, das 'Mädchen für Alles' beim ETuS, um die Wichtigkeit der Fußballabteilung.

'Mädchen für Alles' heißt im Fall von Borgers, dass er sowohl Trainer der ersten Mannschaft, Jugendleiter und der Sportliche Leiter in Haltern ist. Borgers ist 30 Jahre alt und seit seinem siebten Lebensjahr Vereinsmitglied. Er durchlief alle Jugend- und Seniorenmannschaften und musste seine Karriere frühzeitig wegen seines zweiten Kreuzbandrisses beenden. Nach seiner aktiven Zeit als Spieler absolvierte Borges die Leistungsfußball Lizenz C und coachte diverse Jugendmannschaften beim ETuS. Seine jetzige Hauptaufgabe ist es, den Übergang zwischen den Senioren und dem Jugendbereich so nahtlos wie möglich zu gestalten und viele Eigengewächse in der ersten Mannschaft einzubauen.

Über die Jugend zum Erfolg

Die C-Jugend des ETuS feiert den Aufstieg in die Bezirksliga

Borgers war es auch, der vor rund sieben Jahren die Umstrukturierungen der Jugendabteilungen mit auf den Weg brachte: "Unser Ziel war es, das Fundament des Vereins nachhaltig zu verbessern und unsere Jugendmannschaften allesamt höherklassig zu etablieren."

Das Resultat des Projektes kann sich sehen lassen. Der ETuS verfügt über die "mit Abstand beste Jugendabteilung der Stadt Haltern." Die C-Jugend spielt in der Bezirksliga und die B- und A-Junioren sind in der Kreisliga A am Ball. Der Erfolg in Haltern ist ein Ergebnis von guter Zusammenarbeit: "Wir sind ein Verein, der von Gemeinschaftssinn und Geschlossenheit lebt. Die Umstruktierung wurde von allen mitgetragen, weil jeder wusste, dass wir nicht die großen finanziellen Mittel haben und unser eigenes Konzept entwickeln müssen", beschreibt Borgers den Denkanstoß für das Projekt. Einen großen Anteil an dem positiven Verlauf der Umstrukturierungen haben die Trainer der Jugendabteilungen. "Die Mitarbeit aller Trainer im Jugendbereich muss man herausstellen. Dort wird auf einem hohen Niveau gearbeitet."

Aufstieg als Bestätigung?

Dass die hauseigene Philosophie in Haltern Früchte trägt, dass zeigt die momentane Platzierung der ersten Mannschaft in der Kreisliga A. Nur einen Punkt trennt die Mannschaft von Trainer Borges vom Spitzenreiter TuS Haltern II. "Unsere Mannschaft hat ein Durchschnittsalter von 22 Jahren, mein ältester Spieler ist 29 Jahre alt. Unser Ziel vor der Saison war das gesicherte Mittelfeld, dass sich die Jungs so schnell entwickeln, das konnte keiner vorhersehen", ist der Coach selbst ein wenig erstaunt über die rasante Entwicklung in Haltern. "Klar wollen wir jetzt aufsteigen, dennoch werden wir auch bei einem Aufstieg nichts an unserer Philosophie ändern und den Weg mit eigenen Jugendspielern Schritt für Schritt weiterverfolgen", lässt Borgers keine Zweifel an der Zukunftsausrichtung des ETuS.

Trainingsbedingungen sind nicht optimal

Sollen verbessert werden: Die Rasenplätze in Haltern

Das Fundament für die Zukunft in Haltern steht also. Doch um diesem Fundament gute Trainingsbedingungen zu bieten, da fehlt es beim ETuS noch an Qualität - ein Umstand, der Borgers schon seit einiger Zeit Kopfzerbrechen bereitet. Die Rasenplätze des ETuS sind "mit die schlechtesten Plätze in der ganzen Stadt, obwohl sie in einer sehr hohen Frequenz genutzt werden - auch für Schulsport." Borgers Wunsch wäre es daher, dass "die Stadt Haltern sich klar für einen Umbau der vorhandenen Plätze einsetzt. Ein Kunstrasen würde bei der hohen Auslastung wesentlich besser geeignet sein, als die vorhandenen Rasenplätze."

Aber auch von den widrigen Trainingsumständen lässt sich in Haltern keiner beirren: "Alle ziehen an einem Strang, die C-Jugend hat den Klassenerhalt in der Bezirksliga so gut wie sicher und auch die B- und A-Jugend spielen eine solide Runde - unser Unterbau für die Zukunft steht."

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