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Kurz-Intermezzo
Nach Entlassung: Ex-VfL-Profi wehrt sich gegen Vorwürfe

Foto: RS

Das hatten sich Verein und Trainer ganz anders vorgestellt: Der niedersächsische Oberligist TuS Bersenbrück und Trainer Björn Joppe gehen nach nur fünf Spielen wieder getrennte Wege. 

Nach nur einem Monat ist alles wieder vorbei: Björn Joppe heuerte am 22. September 2020 beim niedersächsischen Oberligisten TuS Bersenbrück als Trainer an. Nach einem Sieg, einem Remis und drei Niederlagen trennte sich der Verein am 27. Oktober 2020 von dem ehemaligen Profi des VfL Bochum.

Der 41-jährige Joppe hatte das Amt im September von Chefcoach Farhat Dahech, der aus gesundheitlichen Gründen zurücktreten musste, übernommen. Zuvor musste der Verein [article=495093]den Tod seines Co-Trainers und ehemaligen MSV-Profis Emil Jula verkraften[/article]. Nun folgte die schnelle Trennung von Joppe.

Dabei war der ehemalige Lok-Leipzig-Trainer mit großen Zielen nach Bersenbrück gekommen. Mit seinen einstigen Aussagen muss sich der gebürtige Wuppertaler auch in der Mitteilung des Klubs zu seinem Aus messen lassen. Hier heißt es unter anderem: "Mit seiner Äußerung beim Amtsantritt 'bis zur Winterpause verlieren wir kein Spiel' ging der Schuss im wahrsten Sinne des Wortes nach hinten los. Nur das Qualifikationsspiel zum Krombacher Niedersachsenpokal wurde unter seiner Leitung in Lohne mit 1:0 gewonnen. Bei den Punktspielen hingegen gab es nur noch ein 1:1-Unentschieden in Uphusen und die restlichen Spiele wurden dagegen verloren, sodass man zurzeit auf dem vorletzten Platz in der Tabelle rangiert. Auch seine Äußerungen, er wolle den großen Kader in der Winterpause ausdünnen, kam bei den Spielern und Verantwortlichen nicht gut an und trug nicht gerade zur Harmonie bei."

Joppe wehrt sich gegen die Vorwürfe

Gegenüber RevierSport wehrt sich der Ex-Profi, der 20 Spiele in der 2. und drei Partien in der 1. Bundesliga absolvierte, gegen die Aussagen aus Bersenbrück.

"Am Ende hat es einfach nicht zusammengepasst. Der Grund ist schnell erläutert: Der Verein möchte keine professionellen Strukturen reinbringen und nichts verändern. Das war am Anfang anders abgesprochen. Ich hätte mich vorher einfach viel besser über die Strukturen informieren müssen und nicht voreilig den Vertrag unterschreiben", erklärt Joppe. Bersenbrück war in den letzten Jahren aus der Bezirks- in die Oberliga aufgestiegen und setzte auch in der 5. Liga vornehmlich auf eigene Nachwuchskräfte und Spieler aus der Umgebung.

Joppe wollte einiges ändern. "Ich habe immer ehrlich kommuniziert, dass der Kader die Oberliga nicht hergibt. Wenn man einen 27-Mann-Kader hat, dann ist dieser viel zu groß. Ich habe gesagt, dass man im Winter einige Veränderungen vornehmen muss, um vielleicht ein, zwei richtig gute Jungs mit Qualität zu holen. Die Ansage, dass man sich im Winter von mehreren Spielern trennen will, hat einigen Akteuren wohl nicht gefallen und einige haben sich beim Vorstand ausgeweint. Der Vorstand gab nach und trennte sich von mir. Das ist alles in Ordnung, so ist das Geschäft. Ich gehe nicht im Bösen auseinander. Der Verein hat halt ein anderes Konzept und andere Ziele, als ich es habe. Ich wünsche dem Klub alles Gute."

Joppe blickt schon wieder in die Zukunft

Auch wenn er bis auf die 13 Monate bei Lok Leipzig zuvor nur Amateurklubs wie den TuS Bersenbrück, SV Jägerhaus-Linde, DJK Eigenzell oder Schwäbisch Hall trainierte, will er in Zukunft auf der größeren Bühne arbeiten. "Ich traue mir natürlich die Regionalliga weiterhin zu und werde mich auch in diese Richtung umschauen. Das ist schon eine sehr reizvolle Liga. Ich würde aber auch weiter den Umweg über die Oberliga gehen. Jedoch müssen die Strukturen im Verein gegeben sein und es muss einfach ein Vertrauensverhältnis vorhanden sein", betont Joppe.

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